Dienstag 27 Februar 2024

Vorrichtung zum Lochen der Hefte

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  • Hallo allerseits,


    nun wird es wieder kühler und das Buchbinden lockt wieder. Schon lange wollte ich mir eine dieser Vorrichtungen zum Lochen der Hefte bauen - gestern war tatsächlich Zeit dazu.

    Da ich sehr viel heimwerke, ist auch entsprechendes Material und Werkzeug vorhanden.

    Prämisse war, ich nehme nur Reste und kaufe nichts neues. Vor ein paar Jahren aber ich aus Eichenholz unsere ganzen Wohnzimmerschränke und Bänke gebaut, da war noch einiges übrig. Ebenso ist genügend A4 Blech (1.4404) vorhanden. Ein Aluminiumwinkel lag ebenfalls noch da, wobei ich den noch ersetzen möchte.

    Herausgekommen ist die Vorrichtung, siehe Anhang.


    Die Schenkel der Vorrichtung haben 100 mm breite und fassen über 300 mm in der Länge. Der lichte Spalt am Stoß hat 2 mm.

    Das A4 Blech an der Stirnseite hat eine Stärke von 2 mm und wurde abschließend mit 600 Körnung poliert.

    Das Eichenholz selbst ist unbehandelt und bleibt auch so. Zuschnitt über meine Tischkreissäge, 45 Grad Fase gefräst und Oberfläche mit 400er Körnung geschliffen.

    Die Schrauben sind Linsenkopf-Holzschrauben mit 25 mm Länge.


    Die Aluminiumschiene hat eine Lochteilung mit 5 mm. Gebort habe ich diese mit 2,5 mm, was ich bei der nächsten Schiene anders machen werde, da hier zu viel Spiel zur Lochahle besteht. Zudem verläuft der Bohrer zu sehr, da ich ihn lang aus dem Futter spannen musste um überhaupt in die Ecke zu kommen. Alles nicht so tragisch, aber passt nicht zu meinem Anspruch. :-)

    Vermutlich nehme ich beim nächsten Mal eine hölzerne Dreiecksleiste, bohre diese mit 1,5 mm Bohrer (kurz gespannt) vor und setze danach erst mit langer Werkzeugauskragung nach.


    In Summe bin ich zufrieden und kann nun ordentlich meine Hefte lochen.


    Euch einen schönen Sonntag!

  • Diese Vorstechhilfe ist richtig gut geworden ! Gratulation !!!

    Ich habe mir auch vor einiger Zeit eine gebaut . Die Idee mit der Alu- Schiene ist zwar gut ( Und ja ich hatte auch so eine ) , bin aber sehr schnell wieder zur Pappstreifenschablone zurück gekehrt da ich die Abstände genauer auf die jeweiligen Lagen anpassen kann . Die Trichter - Form zum aufnehmen der Lagen ist wirklich sehr sinnvoll , hilfreich und empfehlenswert . Du wirst dir damit deine Arbeit sehr erleichtern .

  • Mir gefällt diese Vorstechwippe auch sehr gut, vor allem der Ansatz, erst einmal nichts Neues zu kaufen, sondern das Material zu verwenden das man im Haus hat - man nennt das heutzutage "Nachhaltigkeit", glaube ich. ;)


    Mir kam der Gedanke, dass man ggf. die Aluminium-Schiene durch einen (evt. auswechselbar montierten) Streifen eines möglichst schnittfesten Gewebes ersetzen könnte. Damit hätte man größtmögliche Flexibilität bei den Lochabständen, könnte bei Bedarf auch Vorstechschablonen einsetzen (@ "Script": mir geht es da ähnlich, aber die Wippe hat schon ihre Vorteile) und wenn das Gewebe dann doch irgendwann durch ist, tauscht man es gegen den nächsten Streifen.


    Kevlar scheint mir dafür ein geeignetes Material zu sein.

  • Doktor Flyer

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