Beiträge von Joachim_29

    Hallo Toscout,


    nicht über den Presto ärgern, denn der ist es nicht, der nicht funktioniert! Nicht funktioniert hat mal wieder die Geschäftsleitung. Maschinen in der "Prestoklasse" (8000/9000 T/h) sind Maschinen die dafür konstruiert wurden in kleineren Druckereien zu laufen und im Durchschnitt so um die 4.000-5.000 T/h zu laufen. Natürlich können auch 9.000 T/h erreicht werden, aber nicht im Dauerbetrieb! Aber was will man von Druckereibesitzern erwarten, die Maschinen nach Preis kaufen und nicht nach Verwendungszweck. Komischerweise ist das bei den Firmenwagen anders, aber damit kann man kein Geld verdienen. Diese Firmenwagen werden auch gehegt und gepflegt, von den Maschinen erwartet man 100% Einsatzfestigkeit bei Vollast ohne Wartungszeiten! Erwartest Du von einem Auto, das es 24h am Tag Vollgas läuft, 8 Jahre hintereinander, ohne Inspektion/Tanken/ect.? Als Ausrede beiim Kauf solcher Maschinen wird immer der Preis genannt und das es sich nicht rechnet den besser geeigneten z.B. Primera zu kaufen, da der Verkaufspreis für die Druckprodukte zu schlecht sei, aber der Schuss geht immer nach hinten los. Wer billig kauft, kauft zweimal, da ist überall so, immer wieder. Mit einem VW Golf kann man übrigens auch kein Formel 1-Weltmeister werden ;)


    Ich durfte MM-Maschinen ein paar Jahre verkaufen, kenne sie natürlich auch als Anwender, da hab ich schon drann gelernt. Und immer wieder in der Zeit als Vertriebler habe ich mit diesen speziellen Menschen "Druckereibesitzer" über diese Thema diskutieren dürfen, leider. Erst beratungsresistent und hinterher auf Krawall gebürstet, wenn das eingetreten ist, was man vorsichtig versucht hat im Verkaufsgespräch schon anzudeuten. Und dann ist immer der Hersteller/Maschine schuld, natürlich...


    Übrigens kann man die Köpfe mit den bekannten Reinigern ohne Probleme entfetten. Wichtiger ist das fetten hinterher und welches man dazu benutzt - Stichworte "Hitzefest" und "Richtige Stellen" :)



    Gruß
    Joachim

    @Martin,... "Fachmann" ;-)


    PUR ist ein reaktiver Schmelzklebstoff, aber das er durch abküklen "reagiert"... da solltest Du noch mal "googeln" Die Abkühlung ist ein natürlicher Prozess, wenn keine Wärme mehr zugeführt wird.


    Alles andere ist natürlich "Hausaufgebe", wenn man PUR einsetzt und das bevor man unliebsame Ergebnisse bekommt. Aber meistens sind nur wenige Probleme und oft die Gleichen Dinge, die man am Anfang falsch einschätzt.


    LG
    Joachim

    Hallo Johannes,


    der Drehzapfen ist IMMER das Problem. Die Feder und der Drahthalter bestimmen im Großen und Ganzen die Position des Drahtstückes. Da ist JEDER Kopf anders. Eine wirklich saubere Positionierung haben wir nie hinbekommen, oder wenn, dann nur für ein paar Klammern. Das große Problem ist halt, das der Draht zuerst geschnitten, gedreht und dann erst geformt wird.


    Bei allen anderen Köpfen ist das mit Bedacht anders gelöst. Da wird der Draht von der Seite direkt in den Bereich des Formers/Treibers geschoben, abgeschnitten und dann direkt geformt und in das Produkt getrieben. Da kann eigentlich nicht viel schieflaufen. Aber die Amis haben eine andere Auffassung von Physik... anscheinend, denn die Köpfe werden heute immer noch verkauft. Aber ich möchte Dir nicht die Arbeit verderben ;)


    Nur noch einen Tip, der eigentlich für alle Heftköpfe gleichermaßen gültig ist. Einlaufen lassen mit verzinktem Draht und nicht danach nicht viel reinigen, da der Zinkabrieb einen "Schmierfilm" bildet. Wenn ein Kopf zu sauber ist, kann es sein, das er nicht wirklich gut funktioniert. Und bitte kein Öl zur Schmierung verwenden. Es gibt Schmierfette, die hitzebeständig sind, fast weiß von der Farbe und sich sehr gut zur Schmierung eignen. Öl läuft nach und nach an den tiefsten Punkt (Treiber) und dieser verschmutzt dann das Produkt. Dann heißt es wieder, Kopf auseinandernehmen, entfetten... und alles geht von neuem los. :cursing:



    Gruß
    Joachim

    Guten Morgen Johannes,


    Bostichköpfe sind für Dein/Euer Vorhaben wohl das schlechteste, was man(n) sich antun kann. Durch die grundsätzliche Konstruktion mit dem Drehzapfen hat man schon Probleme diese mit normalem Draht ans Laufen zu bekommen, aber dann noch mit ummanteltem Draht, viel Spass... Da wäre die Investition in eine Hohner-Maschine sinnvoller gewesen. Ich "durfte" jahrelang mich mit diesen Köpfen in Ehlermann/Wohlenberg Kalenderstrassen rumärgern :cursing: , da war man froh, als diese amerikanische Sch... durch Hohner Köpfe ersetzt wurden...


    LG
    Joachim

    Hallo,


    1)Düsen- oder Beckenauftrag?


    2)PUR-Auftragsstärke? Die Auftragsstärke scheint mir augenscheinlich zu dick! Bei PUR reden wir von 3-4 zehntel mm! Wenn die Auftragsstärke zu hoch ist, kann natürlich der nur schnittfeste, aber noch lange nicht durchreagierte PUR auch durch den Druck beim einschrumpfen austreten. Ist die Folie perforiert? Sonst kann es sogar sein, das der Klebstoff in Ermangelung von Sauerstoff nicht richtig durchreagiert.


    Kratzer beim Schuppen lassen auf einen unveredelten Umschlag schließen, falsche Farbe auf dem Umschlagmaterial, zu geringe Geschwindigkeit bei der Übergabe vom einen zum anderen Band usw. Da könnte man noch viele Möglichkeiten nennen.


    Was mir bei Deinen Bildern aufgefallen ist, das die Rillungen im Rückenbereich nicht zur Rückenstärke passen. Der Umschlag schein zu breit gerillt zu sein. Somit kann der Umschlag nicht korrekt angepresst und geformt werden. Auf dem oberen Bild sieht man, das die ersten Seiten durch die Rillung nach vorne verschoben sind und bei den letzten Seiten der Klebstofffilm vom Seitenleim (oder eingelaufenem Rückenleim?) zu dick ist. Der Rücken hat eine leicht runde Form.



    Gruß
    Joachim

    Hallo zusammen,


    die erste Antwort zeigt eigentlich schon das "Problem" auf ;-) Was ist "Einrichten"? Das was die GL meint oder das was es im wirklichen Leben ist, Platzprobleme, Palettentauschen, Kartons suchen usw., da könnte man noch vieles dazuschreiben :-) Aber 60 Minuten sind auch meiner Meinung nach realistisch von der ersten Eintellung an der Maschine, hin zum ersten "verkaufsfähigem" Exemplar auf der Palette. Und das ist meiner Meinung nach unter dem Begriff "Einrichten" zu sehen. Denn eine theoretisch lauffähige Maschine ist schnell eingerichtet, aber das "drumherum" dauert viel länger.


    Gruß
    Joachim

    Hi Cosa,


    wie Du schon sagtest; der Begriff "Nuten" ist so einer... Alle lerne und sagen Nuten, aber mir soll mal jemand zeigen, wie er in einen 170 g/m² Bedruckstoff einen "Spanaushub" hinbekommt. :-) Da krieg ich Pickel !!!


    R I L L E N ist der richtige Begriff!!!




    LG
    Joachim

    Hallo,


    einfach mal nach dem Begriff "Bandstahlschnitt" googlen, das ist der richtige Namen für die Teile, die wir landläufig Stanzen nennen. Stanzen ist der Prozess.


    LG


    Joachim

    Hallo Marvin,


    erst einmal ist der Tempo sicherlich nur bedingt die richtige Maschine für 5.000 Exemplare ?( Und bei diesen Auflagen ist nicht die Maschinengeschwindigkeit der maßgebende Faktor, sondern die Beschickung der Maschine! Paletten rannkarren, aufsetzen auf die Stationen, Aufkleber für Kartons, usw. Stehen die Teile parat, oder müssen sie gesucht und geordnet werden? Wenn die Bogen auch noch immer Unterschiede aufweise, Vor- oder Nachfalz wechseln, oder sogar Saugeröffnung, dann wird auch das Einrichten, trotz Automatisation, sehr zeitaufwendig und bringt die Durchschnittsleistung schlagartig in den Keller. Über was unterhalten wir uns jetzt??? Also, hohe Durchschnittsleistungen werden nur bei den geeigneten Aufträgen erzielt! Außerdem muss dann die Auftragsvorbereitung, auch die Reihenfolge der Auftragsabarbeitung geplant laufen, dann klappt´s auch mit guten Leistungen. Aber wenn nur nach Dringlichkeit gearbeitet wird, ist es fast unmöglich.


    Gruß


    Joachim

    Hallo zusammen,


    das ist nix besonderes, keine Angst! Das ist eine ganz normale Rückstichheftung, wobei allerdings die Schenkel nicht glatt umgebogen werden, sondern gerundet. Die Schenkelenden sind dann so im Falz, das Kinder sich an den Enden nicht verletzen können. Erzielt wird der Effekt durch Tausch der Umbiegeblöcke bei Müller Martini-Maschinen, bei anderen weiß ich leider nicht. Der Begriff LEGO-Heftung stammt von LEGO-Broschüren. LEGO hat wegen der Verletzungsgefahr (USA) durch Klammerenden auf eine Lösung bestanden und MM hat dann die neuen Biegeblöcke gefertigt. Die Teile werden aber selten eingesetzt.


    Übrigens sind bei Rotationen in denen direkt geheftet wird, alle Klammern so geschlossen.



    LG


    Joachim

    Kosten- und Leistungsgrundlagen müssen für jeden Betrieb selber erarbeitet werden, da jeder Betrieb andere Werte hat.


    Wichtig ist eigentlich nur, das diese Werte die Realwerte sind und nicht angepasste Werte um leichter an die Verkaufspreise zu kommen, ein gern eingesetzter Trick der Verkäufer um ihre Marge hoch zu halten. Aber der Kalkulatorische Preis hat halt nix mit dem Verkaufspreis zu tun! Die Kostenrechnung muss immer auf Grundlage der betrieblichen Kosten erfolgen, dann kann eine Preisstaffelung bis zum Grenzkostenpreis ausgegeben werden. Diese Daten bekommt der Verkauf und der muss was draus machen (oder nicht!). Ist der zu erzielende Marktpreis dauernd und deutlich unter dem eigenen Grenzkostenpreis, muss man handeln und seine Kosten- und Leistungswerte überprüfen und ggf. anpassen (wenn möglich). Kann man das nicht, so führt das unweigerlich zu einer Insolvenz.


    Druckereien und Buchbindereien gehören leider zu der Sorte Betriebe, die betriebswirtschaftliches Denken nicht unbedingt wirklich anwenden. Man rettet sich immer bis ans Jahresende und schaut dann, ob unterm Strich was übrig geblieben ist. Man sollte sich aber Produktgruppen anschauen und wenn eine nicht mehr profitabel ist, sollte man nach Alternativen schauen, ansttatt durch Dumpinglöhne und dergleichen versuchen sich damit am Markt zu halten. Diese Aussage ist hart, aber andere Unternehmen gehen so vor! Unrentabel Dinge werden abgestoßen und neue Geschäftsfelder ausgearbeitet.


    Das Erarbeiten von Kosten- und Leistungsdaten für den eigenen Betrieb ist eine langwierige Sache. Platzkosten, Maschinenstundensätze, Leistungstabellen, da hat man einiges vor sich, wenn es noch keine Grundlagen gibt. Man sollte auf keinen Fall die auf dem Markt erhältlichen Daten einfach übernehmen, die liegen meist meilenweit von der Realität entfernt.


    LG


    Joachim

    Zitat von »COSA«




    Gerhard Gairing – Kostenträgerrechnung und Kalkulation (Band 3)

    Hallo Bubi,


    die Bücher sind schon gut, aber warum mit Kalkulation beschäftigen, die Preise, die z.Zt. in Drucker- und Buchbindereien genommen werden um an Aufträge zu kommen, haben mit Kalkulation nicht zu tun ;-)


    Also, jetzt mal wieder ernst. Die Bücher sind als Grundlage sicherlich die besten, die es für "unseren" Bereich gibt, aber sie sind halt nur Anhaltspunkt. Um eigene Kalkulationen in eigenen Betrieben aufzustellen sind einige "Hausaufgaben" zu machen um z.B. Platzkosten und Maschinenstundensätze auszurechnen. Vom Bundesverband Druck gibt es noch "Kosten- und Leistungsgrundlagen " Leider sind diese, nach meiner Ansicht, nur sehr eingeschränkt einzusetzten.


    Ich hab in zwei Druckereien (vollstufig) in der Kalkulation gearbeitet und in meiner Meisterprüfung das Fach Kalkulation mit einem "sehr gut" abgeschlossen, das Thema hat mich immer fasziniert, aber heute muss ich wirklich sagen, das es nur noch zu einem gut ist, nämlich wenn ich Einblick in Betriebe und deren Abläufe und Preisstrukturen bekomme, ich schnell weiß, ob diese Firma kaufmännisch gut oder schlecht geführt wird und wie gut die überlebenschancen sind.


    Aber trotzdem, viel Spass!


    LG


    Joachim

    Es gibt da noch eine Variante, die vom Ausrüsten bei Papiergroßhändlern kommt. Die sog. Wechselbahn. Da werden von mehreren Rollen Bogen geschnitten und zusammengeführt. Auch dort kommt es zu regelmäßigen Unterschieden, da die vorkonfektionierten Rollen nicht immer von ein und dem gleichen Hersteller und auch nicht immer aus der gleichen Charge stammt. Man kann es manchmal schon an der weißfärbung erkennen. Und das kann sowohl beim Drucken, als auch bei der Weiterverarbeitung zu Problemen kommen.


    Gruß


    Joachim

    Würde ich nicht, klar, aber irgendwann gehen die Alternativen aus. Nehmen wir mal an Dein nächster Sammelhefter wird aus Mangel an Alternativen ein Hohner HSB XXXX. Glaubst Du, diese Maschinen kann man mit den guten alten MM´s vergleichen? Bei HD gibt es in dieser Klasse den ST100, da brauchen wir nicht drüber sprechen, frag mal ein paar Anwender... Ich denke, man kann in dieser Leistungsklasse nur zwischen Pest und Colera wählen, leider. Das sind alles Maschinen für den DRUCKER, der pro Woche 20.000 A4/A5 Heftungen machen muss. Eine BUCHBINDERMASCHINE sieht immer anders aus!



    Gruß


    Joachim

    Wer plant so eine Maschine?


    Na die Hersteller. Und da sicherlich nicht die Techniker, eher die Controler. Um den Straßenverkaufspreis dauerhaft zu erreichen und nicht nur Verluste zu machen, wird halt an JEDER Stelle gespart. Die Straßenverkaufspreise liegen Durchschnittlich um 25% unter dem Listenpreis. Der Listenpreis stellt das eigentliche Verkaufsziel dar, wird dieser, warum auch immer, nicht erreicht, muss man sparen. Das fängt zuerst bei Kleinigkeiten wie Lager, Materialauswahl usw. an. Dann wird die Teilefertigung angeschaut, wo man dort sparen kann und dann geht es halt immer weiter... Man sieht ja bei ALLEN Herstellern, was sich in den letzten 2-3 Jahren so alles geändert hat. Auch bei der Lagerhaltung von Teilen oder neuerdings in der "Vor-Ort-Betreuung" (Verkaufs- und Servicepersonal). Das ist alles das Ergebnis der schlechten Ertragslage der Firmen. Und es wird noch schlimmer werden, wetten???


    Das ganze ist halt unserer heutigen "By-cheap"-Mentalität geschuldet, die ja auch Dich direkt betrifft, siehe Situation Druckindustrie. Markennamen sind schon lange kein Garant mehr für Qualität, sondern Marketingtool. Große Weiterentwicklungen lassen sich so auch nicht mehr realisieren, so das wir oft die gleiche Maschine in neuen Kleidern sehen werden, es wird nur noch über Steuerungen und Servomotoren eine Maschine als Neuheit vorgestellt. Ein neuer Name macht noch keine neue Maschine. Schau mal in Deinen Presto und sieh die Ersatzteilnummern an, da stehen zum großen Teil 15XX.XX-Nummern, die gleichen wie "damals" an den 1509-Sammelheftern. Das Gleiche trifft auch auf die Bravo/Prima/Primera-Baureihen zu, dort verbergen sich E-Teile mit den Nummerncode 321XX und 335XX... Bei anderen Herstellern ist es ähnlich.


    Ich möchte nicht die Hersteller schützen, aber vielleicht ein wenig Verständnis erwecken. Natürlich kann man nicht zu allem ja-und-amen sagen. Du kannst einen ganz einfachen Test machen, "denk" dich mal auf die Seite eines Maschinenbauers, dem das Wasser bis zur Oberlippe steht, was würdest du machen um nicht abzusaufen??? Jeder ist sich selbst der Nächste in unserer so hoch gelobten "freien Marktwirtschaft".


    "Da kannste getz mal ne Viertelstunde drüber nachdenken, Viertellstunde, schaffsse schon" ;devil3)



    ;-))) Gruß


    Joachim




    Gruß

    Hallo toscout ,


    ZITAT: Normalerweise hätten die von MM beim Presto gleich in den Werkzeugwagen einen kleinen Monteur mitliefern sollen..


    Bitte nicht immer gleich die Schuld beim Hersteller suchen... Überleg mal, 9000T/h ist die mech. Höchstgeschwindigkeit, die die Maschine ja auch erreicht, aber eben mechanisch! Die Dauerlast liegt bei ca. 20% darunter und dann muss man immer noch die Wartungsintervalle beachten. Ich möchte mal den Chef (oder auch manchen Buchbinder) sehen, der mit seinem Auto immer Vollgas fährt und dann noch die Inspektionen auslässt. Das hält auch kein Auto aus. Ein Sammelhefter ist keine Druckmaschine! Beim Sammelhefter haben wir verschiedenste Massebewegungen in unterschiedlichen Richtungen und wenn nicht alle Anleger mitlaufen, sogar teilweise ohne Massenausgleich. Das hält auf Dauer keine Mechanik der Welt aus. Bei den elektronischen Bauteilen sieht die Sache etwas anders aus. Dort hat der Hersteller wie MM oft gar keinen Einfluß auf das Produkt, er nimmt ein Standtardteil. Der Preis ist dann der Qualitätsmaßstab und da die Maschine einen Marktpreis haben muss, den ein Kunde bereit ist zu bezahlen, beißt sich die Katze in den Schwanz.


    Ich möchte nicht für die Hersteller sprechen, aus eigener Erfahrung weiß ich, das da einiges im Argen liegt, aber man(n) muss immer beide Seiten sehen und dann urteilen. Der Presto und entsprechende Mitbewerbermaschinen haben den Platz der ehemals etablierten Sammelhefter aus dem 12-14 Tsd.´er Segment übernommen, weil die Kunden nur noch den Einstandspreis bereit sind zu bezahlen, aber es sind halt nicht die 321/335/Bravo´s/Prima´s/Primera´s/ST300/ST400/ST450, die mechanisch vollwertige 3-Schicht Maschinen mit höheren Lebenszyklen darstellen, aber eben auch entsprechend kosten.


    Preisunterschiede: (alle Preise sind ca.Preise, Marktpreise)


    Prima 6 + Falzanleger 1995 = 280.000 DM
    Primera 6 + Falzanleger 2010 = 360.000 Euro
    Presto E90 3 Doppelanleger + Falzanleger 2010 = 190.000 Euro


    Da liegt das Problem



    Gruß


    Joachim

    Hallo Alex,


    es geht alles, aber ob es praktikabel ist??? Wieviel Bogen schneidest Du denn pro Stunde??? Allein wirtschaftlich ist das doch überhaupt nicht darstellbar, von der zu erreichenden Qualität mal ganz abzusehen. Wenn ein Inhaber/Geschäftsführer darüber noch nachdenkt, ob er das Geld für einen Rütteltisch ausgibt, dann denke ich, druckt er auch noch auf einer HD KORD. Ich würde sogar noch weitergehen und sagen, wer einen Rütteltisch ohne Ausstreichwalze kauft, hat irgendetwas noch nicht verstanden...


    Wir fahren doch heute (wenigstens bei uns am Niederrhein) auch keine Pferdefuhrwerke mehr. Damit kommt man auch bis München, aber... :D :D :D



    Gruß


    Joachim

    Hallo Alex,


    Dein Problem:


    Wir hatten da Probleme mit der seitlichen Dickenkontrolle.SEMKO




    Folgendes Produkt:




    Umschlag+16+16+Postkartenbeihefter+64 (vorgesammelt mittig geheftet)+16+Postkartenbeihefter



    Die Semko am Presto E90 ist eine umgebaute FIRSTKO, also wirst Du alle Probleme der "normalen" FIRSTKO auch mit dieser Semko haben. Sie ist zwar nicht mehr mechanisch, sondern elektronisch, aber die Position der Dickenkontrolle vor dem Heftaggregat ist eigentlich etwas zu kurz. Bei einem solch umfangreichen Produkt und dann auch noch mit 60 g/m² Inhalt von einer Rotation (ich nehme mal an, es ist leicht holzhaltig BD-Material?) ist diese FIRSTKO aufgrund ihrer Position vor dem Hefter (Schaltzeitpunkt) fast am Ende, das ist so. Man kann wirklich nur wenige DInge machen, zum einen die Geschwindigkeit verringern und zum anderen die Toleranzen im +/- Bereich soweit nutzen, wie es möglich ist. Trotzdem wird man immer recht viel Zupfbogen haben.


    Das Problem des Schaltzeitpunktes ist bei den Mitbewerbermaschinen durch einen größeren Abstand zum Heftaggregat nicht vorhanden, aber auch diese Dickenmesseinrichtungen haben Nachteile, ander halt :D Aber das ist ein anderes Thema...


    Gruß


    Joachim

    Hallo,


    MM gibt als Mindestpapiergewicht 90 g/m² an, aber aus langer MM-Erfahrung :D kann ich Dir sagen, das weniger die Grammatur, als die eingesetzte Papierqualität die Grenze darstellt. Ein Umschlagfalzanleger ist halt keine Falzmaschine! Faserlänge, Leimung, Restfeuchte, Planlage. Viele Faktoren fürhren hier zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.



    Gruß


    Joachim