Beiträge von Buntpapier

    Hallo Polentrigger!


    Gratulation. Meine Schwester ist Studienrätin in Berlin, kämpft jedes Jahr mit den gleichen Problemen und verzweifelt an den Corona-Regelungen. 28 Schüler sitzen in der Klasse, sie sitzt zuhause und die Verbindung sind ein Beamer, zwei Webcam's und das Internet. Ob das gut geht?


    Buntpapier

    Hallo Theo!

    Der Selbstbau ist mit Sicherheit nicht schlechter als das Gerät im Video. Ich finde sogar die hohe hölzerne Rückseite besser gemacht. Im Video werden die letzten Buchseiten nur mit der dünnen Pappe abgestützt. Da ist ein Holz besser und etwas Makulatur, damit man nicht ständig ins Holz schneidet hat auch jeder.

    Es gibt viele Messerschleifer, die auch Rundmesser (zum Beispiel für die Lebensmittelindustrie) schleifen. Vielleicht kann man ein mehrmals von Hand geschliffenes Messer für wenig Geld wieder in Form bringen. Aber Vorsicht die Messer sind dann wirklich scharf.

    Buntpapier

    Hallo Papierfrau!


    Das ist schon meisterlich und wunderschön. Ich bin nie über Tapetenkleister Metylan, Schminkeölfarbe und den selbstgebauten Kamm hinausgekommen. Außerdem war es nach meinen Marmorieraktionen nie ganz sicher ob ich, das Papier oder beide marmoriert waren. Aber geübt habe ich wohl reichlich. Erst kürzlich habe ein von Nachbarskindern (für die Mama) gemachtes Kochbuch mit einem jetzt 35 Jahre alten Blatt eingebunden. Der Vorteil dabei ist, das Kinder jegliche Kritik durch ihre eigene Phantasie verdecken. Mit anderen Worten ich bin nicht aufgefallen, denn meisterlich werde ich wohl nicht mehr.


    Buntpapier

    Ich denke die Magnete müssen schon etwas kräftig sein. Es gibt ja nicht wie bei einem Kästchen ineinander greifende oder sich übereinander schiebende Teile. Also muss der Spalt irgendwie dicht gehalten werden.

    Das ist wirklich eine schöne Sache.


    Danke Buntpapier

    Hallo Papierfrau!
    Das sieht toll aus! Sind die Bänder auf den beiden Seiten unterschiedlich gefärbt? Oder ist das die Lichtreflexion die es mal mehr silbrig und mal mehr rot erscheinen lässt? Und am Ende hört man die Magnete in den Dreiecken. Wirklich toll.

    Es wird Zeit, dass ich meine Werkstatt wieder aufbaue und einrichte .......

    Buntpapier

    Hallo Kirjan!


    Herzlich willkommen im Buchbinderclub und danke für die Anregung zu dem finnischen Buch.

    Mein finnisch reicht nur für yksi kaksi kolme (eins zwei drei) und kiitos (danke), deshalb eine Frage zum Buch. Ist das ein, sagen wir, Bilderbuch oder eher eine Geschichte. Im Internet finde ich nichts über den Inhalt. Interessieren würde es mich schon. Kannst Du etwas über das Buch schreiben.


    Buntpapier

    Hallo Uwe!


    Ich denke, dass es zwischen dem Forum und den Artikeln schon einen Unterschied gibt. So wie ich das verstanden habe, ist das Forum in erster Linie ein Frage- Antwortspiel. Die Artikel sind dagegen so etwas wie eine reine Information zu Themen rund um das Buchbinden.


    Die Regeln würden mich nicht aufregen, denn jede Gemeinschaft macht sich Regeln. Ich sehe in den Regeln auch nichts verwerfliches, sondern eher den Wille etwas Ordentliches und Anständiges zu machen. Wie zum Beispiel keine Werbung!


    Wer hinter dem Buchbinderclub steckt ist doch ganz offensichtlich. Zum einen gibt es unter Mitglieder und Team die Vorstellung des inneren Zirkels. Aber Du kannst auch unter Mitglieder und Mitgliedersuche sehen wer hier aktiv ist und wer nur hin und wieder hilft, fragt, schreibt, etc. Die Reihenfolge ist die Häufigkeit der Beträge. Das sagt wer sich beteiligt. Und damit sind wir auch schon bei der Professionalität.


    In einem Forum melden sich Leute an und geben von sich selbst einige Informationen preis. Manches kann man in den Profilen nachlesen und manches muss man zwischen den Zeilen lesen. Das liegt an der zugrunde liegenden Freiwilligkeit und dem Datenschutz in 2020. Ich kenne kein Forum, das Qualifikationstests für Mitglieder, Helfer Administratoren, usw. hat. Und ich denke auch, dass so etwas einem Forum zuwider laufen würde. Das hat sicherlich nichts mit dem Buchbinderclub zu tun. Um es ganz krass zu sagen: in allen Foren in denen ich schreibe (teilweise sehr selten) kann ich mich einmischen oder es lassen. Dazwischen gibt es nicht viel. Schreibe ich irgendwo Quatsch werde ich schon korrigiert, oder es werden meine Informationen von Anderen bezweifelt. So habe ich das in anderen Foren erlebt. Ich hoffe, dass es hier auch so ist. Ich muss ja nicht schreiben. Ich darf schreiben.


    Vielleicht noch etwas Spaß. Mein Pseudonym ist ja Buntpapier - weil das Leben bunt ist. Deshalb:


    Buntpapier

    Hallo Elfie!


    Erst einmal herzlich willkommen im Buchbinderclub. Und dann natürlich:


    DANKE FÜR DAS ANGEBOT!


    Ich denke es wird sich sicher jemand finden. Und wenn nicht, weiß ich schon wer im nächsten Jahr wieder eine kleine Werkstatt einrichtet 8). Aber erst mal sehen was hier so läuft. Ich habe noch viel Zeit.


    Viel Spaß hier und Danke!

    Buntpapier

    Papierfrau

    Oh, ja - das habe ich schlecht beschrieben. Zuerst habe ich die Blätter aufgefächert. So hatte ich einen Versatz von etwa zwei Millimeter. Dann habe ich den Metallstaub mit leicht verdünnter Buchdruckerfarbe gemischt und dann praktisch aufgeklebt. Aber die Magnetwellen haben die Blätter beim Annähern an die Magnete auseinander und aneinander vorbei getrieben. Dann habe ich den Metallpuderstreifen schmäler gemacht (vielleicht einen Millimeter) und die Blätter wurden "nur" noch aneinander vorbei geschoben.

    Bis zum Rosten bin ich gar nicht gekommen. Da ich zwei Schichten Papier aufeinander kaschiert hatte, war mir das auch erst einmal egal. Und das Beschneiden ist natürlich auch nur mit Sprengstoff möglich. Jedes Messer wird wohl schnell dahin sein.

    Buntpapier

    Hallo Peter!


    Ich verfolge Deine Arbeit ja auch auf allen Kanälen. Leider esse ich nicht gerne Fisch und schon gar nicht wenn ich auch nur Ansatzweise mit einer Gräääte in Berührung komme.

    Aber die Ergebnisse sehen einfach nur toll aus. Na ja, die Gräääten sind ja auch weg.

    Ich werde weiter zu sehen!


    Buntpapier

    Hallo Uwe!

    Die Haltekraft von Magneten nimmt ja mit zunehmendem Abstand zwischen den Magneten und dem zweiten Teil Magnet oder Eisen ab. Klar, das ist nichts neues. Aber!

    Ich habe einmal versucht magnetisches Papier anzufertigen. Und zwar so, das nicht die Fläche (wie bei einem Tafelmagneten), sondern die Schnittkante magnetisch ist. Also das waren zwei Schichten je 40g/m² und dazwischen und (nur im Bereich der Schnittkante) ein schmaler Streifen Metallstaub. Das hat lange gedauert, bis ich auf diese Art und Weise EINZELNE DIN-A4 Blätter an Magnete hängen konnte. Na ja, aber das Ziel war ja nicht nur ein trauriges Blatt, sondern eine Blattsammlung wie ein Ordner. Oh je - das gab jede Menge Eigenleben zwischen den Blättern und den Magneten.

    Eines habe ich gelernt. Magnet sehen einfach aus, aber nicht umsonnst studieren Menschen viele Jahre um die Feinheiten zu begreifen.

    (Da hilft auch kein) Buntpapier

    Und auch noch einmal mein Senf dazu.


    Uwe war schneller als ich. Es ist aber völlig korrekt. Vielleicht kann der Lieferant in Holland einen Kunden in der Nähe benennen. Oder einfach mal einen Urlaub in Holland machen. Amsterdam ist schön.


    Man kann sowohl Klingen für die Lederbearbeitung, wie auch runde Scheiben schleifen und am besten danach abziehen. Ich habe mir vor Jahren ein schwedisches Gerät zum Schleifen für meine Stemmeisen und Hobelmesser gekauft. Da muss man eine kleine Vorrichtung anbauen und dann die runden Scheiben / Klingen bei permanenter Drehung schleifen (siehe Bild).

    Das Schleifgerät ist dann aber fast so teuer wie das Schneidegerät (ich höre ja schon auf). Gute Messerschleifer (für Messer von großen Papierschneidemaschinen) können so etwas auch. Da müsste man den Preis erfragen.


    Das mit dem Schmirgelpapier, wie es auf der Internetseite von Louet gezeigt wird, ist wohl nicht nur nicht praktikabel. Ich habe auf der Internetseite auch keinen Preis für eine Ersatzklinge gefunden.


    Buntpapier

    Hallo Rainer!



    Ich habe dieses Louet vor Jahren auf einer kleinen Ausstellung in Köln gesehen. Wenn man 30 Jahre in einer Schneidemaschinenfabrik zubringt sticht natürlich überall alles was mit Schneiden zu tun hat sofort ins Auge. Das Gerät ist eigentlich nicht so schlecht.


    Ich denke es ist recht einfach und ordentlich zu benutzen. Das Gerät von Louet gefällt mir wesentlich besser als das Produkt in dem Video von Schmedt. Wie Papierfrau schon schrieb hüpft das Beschneidewerkzeug mehr über die Buchkante als es gleitet. Da kann man auch ein modifiziertes Stemmeisen nehmen (siehe: https://www.youtube.com/watch?v=X9EZhXQ1p1c).


    Für mich gibt es aber zwei negative Punkte am Louet-Gerät.


    Ich finde den Preis extrem hoch. Das ganze Ding sind einige Holzteile und fertig. Mich hat der Preis als ich das Gerät damals gesehen habe wirklich geschockt.


    Das Zweite ist die runde Scheibe also die Klinge. Man kann sie sicherlich nicht so einfach nachschleifen. Und weil das Nachschleifen eine Scheibe technisch aufwendig ist, sind die Scheibenhobel vor langer, langer Zeit aus der Mode gekommen. Ein Franzose hatte den Zungenhobel, den Uwe (Beispiel - Kingdom of script) erwähnt hatte, erfunden. Und von da an konnte jeder begabte etwas Buchbinder oder zumindest jeder Scherenschleifer die Zunge einfach und schnell nachschleifen. Soweit mein historischer Beitrag - Lach.


    Der Preis dieser Scheibe / Klinge wird auch nicht klein sein. Sicher, man kann die Scheibe weiter drehen und dann mit einer anderen Stelle weiterschneiden. Aber mal ehrlich, wenn wir einen Cutter mit den abbrechbaren Klingen benutzen sehen wir wie groß der Verschleiß ist.



    Soweit meine Meinung. Es gibt aber vielleicht noch einen Gesichtspunkt. Wenn ich mir den Preis für ein Louet-Gerät in Ruhe durch den Kopf gehen lasse, dann fällt mir gleich ein, dass man auch zu einer Druckerei oder Buchbinderei gehen kann um ein Buch beschneiden zu lassen.


    Ein anderer Punkt sind gebrauchte Schneidemaschinen. Hier im Forum gibt es einiger Beiträge die sich damit befassen. Das größte Problem war in der Regel der Platzbedarf solcher Geräte. Aber es gibt immer mal wieder schöne alte Gußbrocken für wenig Geld. Also Grundsätzlich würde ich mal sehen was es für Alternativen gibt. Bei „http://kleinergleichpapier.de/“ (siehe Beitrag von Uwe) ist auf dem ersten Bild zur Werkstatt ein wunderschöner alter Stapelschneider zu sehen. Wenn man bei Ebay in Ruhe sucht kann man viel finden.



    Buntpapier

    Hallo Fido!
    Ich kenne Gaze auch nur bei Maschinenheftung oder industriell gefertigten Büchern. Von Hand geheftete Bücher kenne ich nur mit Köperband (ganz normal) oder Kordel (für Bünde).

    Bei schweren Büchern mit Sprungrücken habe ich gelernt den gehefteten Buchblock mit Halbleinen bis 2 oder 3 cm auf das Vorsatz (spezielle Varianten) zu kleben. Aber das ist ja etwas ganz anderes.

    Buntpapier

    Hallo Papierfrau!

    Wie bist Du denn darauf aufmerksam geworden?

    Ja, die Maske ist wirklich kreativ.

    So oft wie ich mir in meinem Leben mit Papier in die Haut geschnitten habe, wäre ich da schon etwas skeptisch. Und die Form ist nicht abdichtend.

    Ich denke das ist als Werbung für Römerturm ganz nett. Die sollten das Ding auf der Drupa allen Besuchern geben und dann damit Werbung machen.

    Wirklich ernst gemeint ist das hoffentlich nicht.

    @ Peter:

    Danke für die Korrektur meines Weltbildes. Ich war noch auf dem Stand von vor 30 Jahren:

    "Im Gegensatz zum Urheberrecht in Deutschland musste das Copyright bis 1989 in den USA explizit angemeldet werden (US Copyright Act 1909, Chapter 1 Sec. 11) und erlosch 75 Jahre nach der Eintragung in das zentrale Copyright-Verzeichnis. Inzwischen gilt in den USA für neue Werke ein Schutz bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. 95 Jahre für Firmen (Copyright Term Extension Act). Eine Anmeldung des Copyrights bei der Library of Congress ist für den Erwerb des Rechts nach aktueller Gesetzeslage nicht erforderlich, kann aber zum Beispiel bei der Geltendmachung von Schadensersatz vorteilhaft sein."

    Die neuen Regeln sind wesentlich komplexer. Da wir die Bücher nur zum Eigenbedarf nutzen und nicht weiterreichen wird es nicht so schwierig sein.

    Buntpapier

    Ja, Peter hatte schon (ich glaube vor Jahren) auf die amerikanischen Bibliotheken hingewiesen. Aber der Weckruf von Uwe war gut. Man verdrängt vieles. Und mittlerweile gibt es neue Bücher zu meinen Themen.

    Und das gute an den alten Büchern ist das erloschene Copyright. In den USA sind es 70 Jahre nach Veröffentlichung. Bei uns 70 Jahre nach Tod des Verfassers.


    Also danke an Peter und Uwe!