Beiträge von Buntpapier

    Papierfrau

    Oh, ja - das habe ich schlecht beschrieben. Zuerst habe ich die Blätter aufgefächert. So hatte ich einen Versatz von etwa zwei Millimeter. Dann habe ich den Metallstaub mit leicht verdünnter Buchdruckerfarbe gemischt und dann praktisch aufgeklebt. Aber die Magnetwellen haben die Blätter beim Annähern an die Magnete auseinander und aneinander vorbei getrieben. Dann habe ich den Metallpuderstreifen schmäler gemacht (vielleicht einen Millimeter) und die Blätter wurden "nur" noch aneinander vorbei geschoben.

    Bis zum Rosten bin ich gar nicht gekommen. Da ich zwei Schichten Papier aufeinander kaschiert hatte, war mir das auch erst einmal egal. Und das Beschneiden ist natürlich auch nur mit Sprengstoff möglich. Jedes Messer wird wohl schnell dahin sein.

    Buntpapier

    Hallo Peter!


    Ich verfolge Deine Arbeit ja auch auf allen Kanälen. Leider esse ich nicht gerne Fisch und schon gar nicht wenn ich auch nur Ansatzweise mit einer Gräääte in Berührung komme.

    Aber die Ergebnisse sehen einfach nur toll aus. Na ja, die Gräääten sind ja auch weg.

    Ich werde weiter zu sehen!


    Buntpapier

    Hallo Uwe!

    Die Haltekraft von Magneten nimmt ja mit zunehmendem Abstand zwischen den Magneten und dem zweiten Teil Magnet oder Eisen ab. Klar, das ist nichts neues. Aber!

    Ich habe einmal versucht magnetisches Papier anzufertigen. Und zwar so, das nicht die Fläche (wie bei einem Tafelmagneten), sondern die Schnittkante magnetisch ist. Also das waren zwei Schichten je 40g/m² und dazwischen und (nur im Bereich der Schnittkante) ein schmaler Streifen Metallstaub. Das hat lange gedauert, bis ich auf diese Art und Weise EINZELNE DIN-A4 Blätter an Magnete hängen konnte. Na ja, aber das Ziel war ja nicht nur ein trauriges Blatt, sondern eine Blattsammlung wie ein Ordner. Oh je - das gab jede Menge Eigenleben zwischen den Blättern und den Magneten.

    Eines habe ich gelernt. Magnet sehen einfach aus, aber nicht umsonnst studieren Menschen viele Jahre um die Feinheiten zu begreifen.

    (Da hilft auch kein) Buntpapier

    Und auch noch einmal mein Senf dazu.


    Uwe war schneller als ich. Es ist aber völlig korrekt. Vielleicht kann der Lieferant in Holland einen Kunden in der Nähe benennen. Oder einfach mal einen Urlaub in Holland machen. Amsterdam ist schön.


    Man kann sowohl Klingen für die Lederbearbeitung, wie auch runde Scheiben schleifen und am besten danach abziehen. Ich habe mir vor Jahren ein schwedisches Gerät zum Schleifen für meine Stemmeisen und Hobelmesser gekauft. Da muss man eine kleine Vorrichtung anbauen und dann die runden Scheiben / Klingen bei permanenter Drehung schleifen (siehe Bild).

    Das Schleifgerät ist dann aber fast so teuer wie das Schneidegerät (ich höre ja schon auf). Gute Messerschleifer (für Messer von großen Papierschneidemaschinen) können so etwas auch. Da müsste man den Preis erfragen.


    Das mit dem Schmirgelpapier, wie es auf der Internetseite von Louet gezeigt wird, ist wohl nicht nur nicht praktikabel. Ich habe auf der Internetseite auch keinen Preis für eine Ersatzklinge gefunden.


    Buntpapier

    Hallo Rainer!



    Ich habe dieses Louet vor Jahren auf einer kleinen Ausstellung in Köln gesehen. Wenn man 30 Jahre in einer Schneidemaschinenfabrik zubringt sticht natürlich überall alles was mit Schneiden zu tun hat sofort ins Auge. Das Gerät ist eigentlich nicht so schlecht.


    Ich denke es ist recht einfach und ordentlich zu benutzen. Das Gerät von Louet gefällt mir wesentlich besser als das Produkt in dem Video von Schmedt. Wie Papierfrau schon schrieb hüpft das Beschneidewerkzeug mehr über die Buchkante als es gleitet. Da kann man auch ein modifiziertes Stemmeisen nehmen (siehe: https://www.youtube.com/watch?v=X9EZhXQ1p1c).


    Für mich gibt es aber zwei negative Punkte am Louet-Gerät.


    Ich finde den Preis extrem hoch. Das ganze Ding sind einige Holzteile und fertig. Mich hat der Preis als ich das Gerät damals gesehen habe wirklich geschockt.


    Das Zweite ist die runde Scheibe also die Klinge. Man kann sie sicherlich nicht so einfach nachschleifen. Und weil das Nachschleifen eine Scheibe technisch aufwendig ist, sind die Scheibenhobel vor langer, langer Zeit aus der Mode gekommen. Ein Franzose hatte den Zungenhobel, den Uwe (Beispiel - Kingdom of script) erwähnt hatte, erfunden. Und von da an konnte jeder begabte etwas Buchbinder oder zumindest jeder Scherenschleifer die Zunge einfach und schnell nachschleifen. Soweit mein historischer Beitrag - Lach.


    Der Preis dieser Scheibe / Klinge wird auch nicht klein sein. Sicher, man kann die Scheibe weiter drehen und dann mit einer anderen Stelle weiterschneiden. Aber mal ehrlich, wenn wir einen Cutter mit den abbrechbaren Klingen benutzen sehen wir wie groß der Verschleiß ist.



    Soweit meine Meinung. Es gibt aber vielleicht noch einen Gesichtspunkt. Wenn ich mir den Preis für ein Louet-Gerät in Ruhe durch den Kopf gehen lasse, dann fällt mir gleich ein, dass man auch zu einer Druckerei oder Buchbinderei gehen kann um ein Buch beschneiden zu lassen.


    Ein anderer Punkt sind gebrauchte Schneidemaschinen. Hier im Forum gibt es einiger Beiträge die sich damit befassen. Das größte Problem war in der Regel der Platzbedarf solcher Geräte. Aber es gibt immer mal wieder schöne alte Gußbrocken für wenig Geld. Also Grundsätzlich würde ich mal sehen was es für Alternativen gibt. Bei „http://kleinergleichpapier.de/“ (siehe Beitrag von Uwe) ist auf dem ersten Bild zur Werkstatt ein wunderschöner alter Stapelschneider zu sehen. Wenn man bei Ebay in Ruhe sucht kann man viel finden.



    Buntpapier

    Hallo Fido!
    Ich kenne Gaze auch nur bei Maschinenheftung oder industriell gefertigten Büchern. Von Hand geheftete Bücher kenne ich nur mit Köperband (ganz normal) oder Kordel (für Bünde).

    Bei schweren Büchern mit Sprungrücken habe ich gelernt den gehefteten Buchblock mit Halbleinen bis 2 oder 3 cm auf das Vorsatz (spezielle Varianten) zu kleben. Aber das ist ja etwas ganz anderes.

    Buntpapier

    Hallo Papierfrau!

    Wie bist Du denn darauf aufmerksam geworden?

    Ja, die Maske ist wirklich kreativ.

    So oft wie ich mir in meinem Leben mit Papier in die Haut geschnitten habe, wäre ich da schon etwas skeptisch. Und die Form ist nicht abdichtend.

    Ich denke das ist als Werbung für Römerturm ganz nett. Die sollten das Ding auf der Drupa allen Besuchern geben und dann damit Werbung machen.

    Wirklich ernst gemeint ist das hoffentlich nicht.

    @ Peter:

    Danke für die Korrektur meines Weltbildes. Ich war noch auf dem Stand von vor 30 Jahren:

    "Im Gegensatz zum Urheberrecht in Deutschland musste das Copyright bis 1989 in den USA explizit angemeldet werden (US Copyright Act 1909, Chapter 1 Sec. 11) und erlosch 75 Jahre nach der Eintragung in das zentrale Copyright-Verzeichnis. Inzwischen gilt in den USA für neue Werke ein Schutz bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. 95 Jahre für Firmen (Copyright Term Extension Act). Eine Anmeldung des Copyrights bei der Library of Congress ist für den Erwerb des Rechts nach aktueller Gesetzeslage nicht erforderlich, kann aber zum Beispiel bei der Geltendmachung von Schadensersatz vorteilhaft sein."

    Die neuen Regeln sind wesentlich komplexer. Da wir die Bücher nur zum Eigenbedarf nutzen und nicht weiterreichen wird es nicht so schwierig sein.

    Buntpapier

    Ja, Peter hatte schon (ich glaube vor Jahren) auf die amerikanischen Bibliotheken hingewiesen. Aber der Weckruf von Uwe war gut. Man verdrängt vieles. Und mittlerweile gibt es neue Bücher zu meinen Themen.

    Und das gute an den alten Büchern ist das erloschene Copyright. In den USA sind es 70 Jahre nach Veröffentlichung. Bei uns 70 Jahre nach Tod des Verfassers.


    Also danke an Peter und Uwe!

    Ja, das Thema Lexikon schmerzt. Nach sechs Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, das mich der Krebs wegrafft recht gering – aber .....

    Ich brauche aber noch etwas Zeit bis ich wieder ganz auf Kurs bin. Eine Treppe fertig bauen, einen Boden in meine Werkstatt betonieren und ein halbes Dach neu decken. Dann bin ich hier mit dem Wichtigen durch. Eigentlich wäre ich längst fertig. Aber die untere Denkmalbehörde hat mich zwei Jahre blockiert und ich habe zuerst mein Bücherregal gebaut.

    Ja, das Thema Lexikon schmerzt, aber es ist nicht vergessen - versprochen.

    Ich habe meine Lehre gemacht und dann nie wieder als Buchbinder gearbeitet. Dann habe ich 30 Jahre Papier und Papier schneiden gelernt und gelehrt. Wie will ich so etwas mit egal welchen Begriffen abbilden.


    Ich finde dieses Forum toll und wichtig.

    Buntes Papier

    Ich habe ein Bild angehängt. Das Bild zeigt zwei extremvereinfachte Molekularketten.


    Die obere Darstellung ist reines Oktan C8H18. Wir älteren kennen ja noch die Oktanzahl (heute ROZ) vom Benzin an der Tankstelle.

    In der mittleren waagerechten Reihe befinden sich die Kohlenstoffatome (C). Darüber, darunter, links und rechts sind die Wasserstoffatome (H). Man kann sehen, dass die Wasserstoffatome miteinander doppelt verbunden sind. Alle anderen Verbindungen sind einfach.


    Die untere Darstellung zeigt die einfachste Veränderung von Oktan zum Beispiel hin zu Kunststoff oder in unserem Fall zu Fett. Die doppelte Verbindung kann man relativ einfach öffnen und dort andere Stoffe anhängen. Das beeinflussen der doppelten Kohlenstoffverbindung ist der Grundstein dafür, das heute fast die gesamte chemische Industrie auf Kohlenwasserstoffen Basiert. Man kann hier vieles anhängen, auch Seife. Oder die ganze Kette teilen, verbiegen, ringförmig gestalten und so weiter.

    Historisch betrachtet hat man früher wirklich Natrium- oder Kalium-Salze (also unsere alte Seife) an die Kohlenwasserstoffe gehängt. Das Problem war aber die Verbindung. Wer die Verbindung nicht ordentlich oder einfach nur überaltert, haben sich Seife und Kohlenwasserstoff getrennt. Dann ist das Kohlenwasserstoff wie Öl zum Beispiel aus dem Kugellager heraus gelaufen und die verbliebene Seife hat das Kugellager blockiert. Das war meine erste Erfahrung mit Schmierfetten. Manche Dinge vergisst man nicht.


    Die modernen Tenside funktionieren das viel besser. Ja auch bei Oberflächenspannung, Emulsionen, etc. Der Vergleich mit den Tensiden ist wirklich nicht so weit weg wie es erscheint.


    Aber da kenne ich mich nicht aus.

    Buntpapier

    Ja mehr Seifen (ja, wirklich Seife) man an das eigentliche Öl anhängt, umso zäher wird es. Heute werden bei den synthetischen Ölen andere Stoffe, die den Seifen überlegen sind, zugesetzt. Am Ende gibt es sehr unterschiedliche Produkte. Ein Motorenöl hat eine Viskosität (Zähflüssigkeit meist in SAE) von 15, 30, 45 und so weiter. Ein Getriebeöl hat meistens einen Wert von 80, 90 oder so. Polar hat für die klassische Spindel des Sattelantriebes ein Öl mit einem Wert von 220 empfohlen.


    Der Kunde hat am Ende zwei Faktoren abzuwägen:

    1. Die Viskosität

    Je zäher der Schmierstoff ist, umso schwieriger wird es ihn in das Lager zu bringen. Deshalb gibt es Schmiernippel.

    Umso flüssiger ein Schmierstoff ist, umso einfacher funktioniert die Schmierstoffverbreitung. Ein Beispiel sind dafür die Rostlöser als Spray. Sie besitzen neben dem Schmierstoff noch Kriechöl! Das Zeug soll sich ja selbsttätig in jeder erdenkliche Ritze vorarbeiten.


    2. Die Beschaffung

    Die Kosten für den Schmierstoff sollen ja zumindest einigermaßen im Rahmen sein.


    Vielleicht kann man beim Ölen der liebgewonnenen Ideal einen Lappen oder ein Papiertaschentuch unter die Hebel stopfen und nach der Wartung wieder entfernen. Die Alternative ist natürlich weniger und öfter schmieren.

    Eine andere Frage ist ja sowieso, wie viel Schmierung man braucht. Wenn ich einmal am Tag schneide oder 100 mal pro Tag ist das ein wesentlicher Unterschied. Ist denn schon etwas an der Maschine kaputt gegangen? Maschinenhersteller geben in der Bedienungsanleitung oft einen Wartungsintervall an. Im Internet habe ich aber in den verfügbaren Bedienungsanleitungen für vergleichbare Ideal-Geräte nichts gefunden.


    „Wer gut schmiert, der gut fährt“ hat seine Berechtigung. Bei Schneidmaschinen gibt es wie Du schon geschrieben hast die Schwierigkeit mit dem Messer. Das ist bei großen Maschinen nicht anders. Vielleicht muss man doch etwas weniger schmieren.



    Buntpapier

    Hallo Uwe!


    Das Schmiermittel sollte auf mineralischer Basis sein. Keine biologischen Schmiermittel verwenden, denn die verharzen meistens und dann klemmt's irgendwo.

    Für die Spindel des Anschlags würde ich handelsübliches Kugellagerfett nehmen. Das gibt es überall (z.B. Baumarkt) in unterschiedlichen Mengen zukaufen. Vor dem fetten kann man die Rückstände etwas abwischen.

    Für Hebel, Bolzen, Büchsen etc. habe ich eine Schmierpresse. Das setzt aber voraus, dass die Stellen auch einen Schmiernippel aufweisen und die Schmierpresse zu enen diesen Schmiernippeln passt. Gibt es keinen Schmiernippel bleibt nur Öl, das dann durch die kleinen Ritzen in das Lager laufen kann. Welches Öl man verwendet ist eigentlich nicht so wichtig. Es geht zum Beispiel Motorenöl oder Getriebeöl vom Auto. Nähmaschinenöl ginge zur Not auch, aber es ist sehr dünnflüssig und läuft dann durch die ganze Maschine und bleibt nicht in der Lagerstelle.


    Buntpapier

    Hallo Rainer!


    Ein doppeltes Willkommen an Dich. Zuerst natürlich – herzlich willkommen im Buchbinderclub.


    Und zum Zweiten – herzlich willkommen in der wirklichen Welt der alten industriellen Bücher.


    Und damit das Ganze nicht so einfach ist, kommt auch gleich ein hundert Jahre altes Buch. Wenn ich auf Flohmärkten irgendwelche Bücher, die zwischen 1850 und 1950 hergestellt wurden sehe, betrachte ich zuerst das eigentliche Papier der Buchseiten. Nach 1850 begann die Herstellung von Papier auf der Basis von Holzschliff im großen Stil. Und nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Papiere durch das Ende des kriegsbedingten Materialmangels und der besseren Papierleimung durch Fortschritte in der chemischen Industrie wesentlich haltbarer. Der Vorteil dieser Papiere ist, dass sich recht weich sind. Ich will damit sagen, dass man Reparaturen wie mit Japanpapier recht einfach in das Papier eindrücken kann und danach keine großen Dickenunterschiede mehr bestehen.


    Aber das hilft Dir wenig. Ich hoffe zumindest dass die Tesa-Film-Wut nicht zu stark zugeschlagen hat.


    Ich habe auch nur mit Japanpapier gearbeitet. Oft habe ich aber auch einfach nur den Leim mit einer Nadel in die Risse geschmiert. Ich schreibe bewusst geschmiert, weil man viele Klebstoffe dann immer sieht. Die Klebestellen glänzen dann unschön. Richtige Restaurationen habe ich nicht ausgeführt. Ich denke das ist auch recht aufwendig und bedarf eines guten Lehrers, bzw. einer guten Lehrerin.


    Mal sehen was es hier noch für Kommentare gibt. Manchmal staune ich nicht schlecht. Ansonsten viel Erfolg.


    Buntpapier

    Hallo Kodi!

    Ich leide mit Dir. So ist es mir vor Jahren mit Japico in Frankfurt ergangen. Es gab früher die schönsten Japanpapiere. Das waren richtige Kunstwerke. Jeder Bogen war anders. Sie waren teuer aber wunderschön. Und dann wurde das Programm zusammen gestrichen. Und tschüß ......

    Ich vermisse diese Papiere immer noch.

    Buntpapier