Beiträge von Karin B.

    Ich hab ja bislang schon ein paar Bücher gebunden. Aber mit dem Ergebnis war ich nie zu 100 % zufrieden. Ich bin da evtl. aber auch mein schärfster Kritiker.


    Wie ist da eigentlich die korrekte Reihenfolge? Unabhängig davon, was für eine Hefttechnik, Gestaltung des Covers oder Material ich verwenden möchte. Mögt ihr einmal schauen, ob meine Überlegung richtig ist oder ob da noch etwas ergänzt oder entfernt werden muss?

    Im Netz findet sich so einiges dazu, aber ich bin mir da nicht ganz sicher, ob das alles richtig ist, was da so geschrieben steht.


    1. das gewählte Papier falzen

    2. die Löcher zum heften vorstechen (mit Hilfsmittel Vorstechschablone und Ahle/Nadel) - evtl. noch eine Wiege (auf englisch cradle) zu Hilfe nehmen

    3. die Signaturen heften (auf Bänder oder Schnüre)

    4. das Kapital anbringen (entweder gekauft oder handgestochen)

    5. Kraftpapier oder Schrenz anleimen, um den Höhenunterschied auszugleichen

    6. Schirting oder Gaze anleimen

    7. das Cover soweit vorbereiten, dass ich den Buchblock einhängen kann


    da geh ich dann folgendermaßen vor?


    1. ausmessen, wie groß ich die Graupappe zuschneiden muss (plus umlaufenden Rand mit einrechnen)

    2. die Einlage für den Rücken zuschneiden

    3. die Deckel beziehen mit dem gewählten Einbandstoff

    4. die Rückeneinlage auch soweit vorbereiten und leimen, dass ich sie mit den Deckeln verbinden kann

    5. Vorsatz anbringen

    6. Cover und Buchblock verheiraten

    7. alles gut abpressen


    Wo ich jetzt die ganze Zeit noch überlege, ist, wie ich die Bänder/Schnüre und das Schirting/die Gaze am Deckel befestige, damit das ganze Buch später gut stabil bleibt.


    Muss ich das Band/die Schnüre auffächern vor dem anleimen und wird das innen oder außen angeleimt (ich denke mal, dass das dann doch wohl eher mit dem Einbandmaterial zu tun hat?). Ich hab das jedenfalls schon so und so gesehen.

    Und wie gehe ich beim Schirting/bei der Gaze vor? Wird dies am Deckel innen angeleimt für die Stabilität? Und kommt darauf (nach dem Ausgleich des Höhenunterschiedes innen) dann das Vorsatzpapier?


    Ach Mensch, die Fragen bei mir nehmen gar kein Ende.:/

    Graupappe-l-n, das sind sehr schöne Karten. Danke dir. Darauf ist das wirklich sehr gut zu erkennen, was mit Inlay (oder eben Intarsien) gemeint ist.


    Buntpapier, das mit dem ein-englischen (oder auch denglisch) stört mich auch das ein oder andere Mal. Warum sagt man clever und smart, wenn es klug und gewitzt genauso gut trifft? Das ist etwas, was ich einfach nicht verstehen kann und auch nicht will.

    Aah okay...ein Onlay ist also ein Rückenschild. Ja...das macht Sinn für mich und damit kann ich tatsächlich auch was anfangen. Ich hab mir letzte Nacht diesen Begriff noch einmal durch den Kopf gehen lassen (weil ich nicht schlafen konnte) und bin dann zu dem Ergebnis gekommen, dass onlay eher auflegen statt einlegen (was ja das inlay wäre) trifft. Jetzt in Kombination mit Rückenschild passt das dann auch viel besser.


    Klasse, dass ich euch immer wieder fragen kann. Dadurch lerne ich echt viel.:thumbup:

    So erfunden scheint der Begriff aber gar nicht zu sein. Im englischsprachigen Wikipedia hab ich gerade noch was dazu gefunden. klickt mal

    Das Inlay ist das, was ich beim nächsten Buch probieren möchte. Mal schauen, ob´s klappt.

    Ich schau mal, ob ich ein Video zu dem Thema finde, damit ich zumindest mal schauen kann, wie sowas gemacht wird.

    Ja klar. Ich lern ja immer noch krabbeln. ^^ Über den Dickkopf musste ich gerade lachen. Das kommt mir total bekannt vor.

    So ging mir das vorhin, als ich unbedingt noch einmal das Buchblock beschneiden machen wollte. Ich hab ja immer noch keinen Beschneidehobel und muste mir dann eine Lösung einfallen lassen. Da hab ich dann mit Schneidbrettern und Cuttermesser probiert. Mit zwei Brettern ging´s gar nicht. Aber dann hab ich ein Brett gegen mein Lineal getauscht und das ging besser. Das ist zwar nicht optimal, aber der Schnitt kann sich trotzdem sehen lassen. Und er ist gerade und glatt.:saint: Ich freu mich immer noch drüber wie ein Schneekönig.:)

    Ich hab vor kurzem so toll gestaltete Buchcover im Netz gesehen. Das waren grafische Muster, wo dann z.B. Dreiecke andersfarbig und mit einer Goldkante umrundet waren.


    Nennt man diese Technik Onlay oder Inlay? Gibt es da einen Unterschied oder ist beides die gleiche Bezeichnung für diese Technik? Oder heißt das noch ganz anders? Und was für Möglichkeiten der Gestaltung habe ich überhaupt bei dieser Technik?


    Ach du je...das sind ja mal wieder ganz schön viele Fragen auf einmal. 8|

    Danke für deine Erklärung. Jetzt ist es für mich klarer, was das ist.

    Das Sprichwort hab ich noch nie gehört, gefällt mir aber sehr gut.


    Beim Buch binden muss man echt auf ganz schön viel achten, hab ich inzwischen festgestellt. Das ist ja nicht nur Heftzwirn, der Leim, die Laufrichtung und die Graupapppe. Es fängt inzwischen bei mir schon damit an, dass ich überlege, was genau ich machen möchte, wie es aussehen soll, was für Papier oder sonstiges Material ich verwende und wie ich das heften möchte. Und ich bin ja immer noch ganz am Anfang und muss somit noch ganz schön viel lesen und auch probieren, bevor ich dann endlich mal ein ganz einwandfreies tolles Exemplar in den Händen halten darf. Da ist an meinen Langzeitplan für mein persönliches Meisterexemplar noch gar nicht zu denken. Vielleicht in zehn Jahren oder so.

    Danke schön. Bei diesem Malblock ist es ja doch eher wichtiger, dass die Kleine sofort losmalen kann. Da brauchte ich also nicht so sehr auf die Qualität des Papiers achten. Die Kleine ist erst vier und da ist das eben noch nicht ganz so wichtig.

    Ich hab ja noch nicht so viel verschiedenes Papier. Die Aussdrucke sind ganz normales Druckerpapier 80g/m². Für die rückwärtige Lage habe ich Graupapppe von alten Schreibtischauflagen verwendet (also upcycling) und das Deckblatt ist Tonpapier vom Müller. Das ist schon recht stabil, lässt sich aber problemlos verarbeiten und eben auch mit Acrylfarben bemalen, ohne dass es verläuft oder schmiert.


    Was genau ist denn eigentlich Offset- oder Kunstdruckpapier? Bei Wikipedia hab ich das dazu gefunden: Kunstdruckpapier und Offsetpapier (Papiersorten steht als Überschrift). Das hilft mir im Moment aber noch nicht wirklich weiter.:/

    Ich hab gestern Nachmittag etwas ganz einfaches geleimt - einen Malblock. Das Deckblatt ist händisch verschönert worden von mir.


    Solche Schriften finden sich zuhauf frei verfügbar im Netz. Da musste ich dann nur übertragen und mit Acrylfarbe ausmalen. Die Eiskristalle hab ich abgepaust und dann nur noch mit einem Cuttermesser ausgeschnitten. Innen drin sind Ausmalmotive aus dem Netz. Die hatte mir die Mama des Mädelchens hergebracht, weil ich ihr das mit dem Block leimen angeboten habe.

    Alles in allem war das nicht viel Arbeit, aber eben Zeitaufwändig. Spaß gemacht hats trotzdem. Sowas mache ich ganz gerne mal zur Entspannung.

    Die Collage ist etwas klein, aber ich denke, ihr könnt es trotzdem erkennen.


    Ui...etwas länger nicht reingeschaut und schon wieder so viele Antworten. Ihr seid echt fix.


    Buntpapier, das muss ich erstmal sacken lassen, weil das für einen Anfänger doch schon etwas mehr an Info ist. Aber trotzdem danke für deine Erklärung.


    Theo, das mit dem Stuhl hab ich auch schon gesehen. Da hatte jemand ein Buch in Leder gebunden und anstatt Graupappe dann dünne Holzbretter für die Deckel verwendet. Das sah klasse aus. Ich glaube, ich hab für die Lade sogar irgendwo eine Anleitung gefunden. Buchbinder Dietmarius war das, glaube ich.


    Papierfrau...wow...das sieht schick aus.

    Ich möchte schon auf Dauer eine Heftlade, damit ich gute stabile Bücher in der Hand habe. Irgendwo macht das ja auch Sinn, weil ich ja nicht nur ein Buch binden möchte, sondern im Laufe der Zeit einfach mal ausprobieren möchte, was als Hobbybuchbinderin so machbar ist.


    Sollte ich dann den Deckel außen etwas angleichen in der Höhe? Also ich meine, so wie wenn ich innen im Deckel gegenkaschiere.

    Wenn ich zuerst einen Rand mit einem Streifen überziehe, habe ich doch eigentlich einen Absatz, oder? Absatz fände ich jetzt nicht ganz so schön.

    Oder wenn ich das wirklich mit Leder beziehe, müsste ich das doch eigentlich am Rand etwas dünner machen? Das hängt doch bestimmt auch mit der Dicke des Leders zusammen. :/ Und was für ein Leim ist eigentlich gut geeignet, wenn ich Leder binden möchte? Planatol BB?

    Das übrige einschlagen an den Seiten ist dann ja wie sonst beim binden.


    Wie ihr lest, hab ich das noch nicht ganz verstanden. Aber das kommt noch.

    Sprungrückenbücher sind echt was für Könner hab ich gelesen. Ob ich das als ambitionierte Anfängerin jetzt schon schaffen könnte, glaube ich nicht. Das heb ich mir noch für später auf.

    Theo, das mit dem Notizbuch hab ich inzwischen schon entdeckt. Klasse sieht´s aus mit dem rot und blau.

    Aber mir fehlt auch noch die Heftlade. Da muss ich meinen Mann noch mal anstupsen, dass er mir beim bauen hilft. :-) Ich kann zwar einiges, aber sowas eben nicht so gut.

    Cool, dann stöber ich dort auch noch einmal. Ich befürchte ganz stark, dass dann wieder dies will-haben-Gefühl aufkommt bei mir.:/ Hach, da kommt ja immer mal wieder Weihnachten und Geburtstage habe ich ja auch noch.^^ Da weiß ich dann schon, was ich mir wünsche.

    Das Video war tatsächlich hilfreich für mich. Allerdings sind da auch Techniken dabei, die ich noch gar nicht kann. Da ist das mit dem punzieren, auf Bünde heften und dann natürlich auch diese Silberecken. Aber ich hab jetzt zumindest eine kleine Ahnung, worauf es beim Beutelbuch ankommt. :)


    Wie dem auch sei...ich geh jetzt in die Küche und koche Mesost.

    Theo, du Schlimmer. Der Lederversand Berlin ist ja ganz gefährlich. Da darf ich im Moment noch gar nicht so genau schauen, weil die so viele tolle Leder haben. Da kommt ein ums andere Mal diese will-haben-Gefühl bei mir auf.;)

    Erstmal ganz lieben Dank für eure Hilfe. :-)


    Buntpapier, dann passt das ja zu mir.:D

    Nee...im Ernst...ich finde so besondere Bucharten einfach nur faszinierend. Da gibt´s ja doch ein paar - außer den Beutelbüchern - z. B. Sprungrückenbuch, Dos-a-Dos (heißt das nicht auch Zweibuch?) oder ein Dreieckbuch hab ich auch schon entdeckt.

    Ich will das gerne mal im Laufe der Zeit binden, weil das eben was besonderes für mich ist und immer, wenn ich erzähle, dass ich das Buch binden für mich entdeckt habe, bekommt mein Gegenüber ganz große Augen. Zum zeigen ist dann so ein Buch eben was Besonderes (und um ein wenig anzugeben auch :-) ).

    Danke auch für da verlinkte Video. Das schau ich mir gleich noch an und dann wird es hoffentlich ein wenig klarer für mich.


    Theo, das mit den Tipps, wo ich günstiges Leder zum üben bekomme, ist ja toll. Da wär ich von selber noch nicht drauf gekommen. Danke dir.

    Da werde ich mich jetzt bald mal drum kümmern. Ich kann finanziell leider nicht so, wie ich wohl möchte. Krankheitsbedingt halt und deshalb habe ich eben monatlich nur begrenzte Mittel zur Verfügung, da mein Mann Alleinverdiener ist. Aber das nur am Rande. Das soll mir das Buchbinden ja nicht vermiesen. Dann dauert es halt ein wenig länger, bis ich genügend Material beisammen habe.

    Ist das der Hofmann, den du meinst?


    Graupappe-l-n, ist doch nicht so schlimm. Anfänger bin ich dann ja nicht mehr so ganz, wenn ich mich dranwage. Ich will (nee...muss) zuerst sowieso schauen, damit ich überhaupt eine gewisse Vorstellung davon bekomme, wie ich das machen muss. Ich bin ja doch eher der Typ schauen, alle Knöpfe drücken und gucken, was passiert. Wenn ich nicht weiter weiß, schrei ich um Hilfe.:D:D


    Ja genau, damit sind meine Fragen erst einmal beantwortet. Jetzt heißt es schauen und dann später einfach probieren.

    Nein, sowas Besonderes habe ich noch nicht gebunden. Aber ich sehe beim stöbern immer mehr Beiträge dazu und bin jetzt natürlich neugierig.


    Was ich mich immer frage ist, ob das ein loser Beutel ist, wo das Buch dann eingelegt wird oder ob der Beutel dann mit dem Buchblock verbunden wird und somit der Beutel dann das Cover ist. Und muss der Beutel unbedingt aus einem Leder gebunden werden oder geht da auch ein dickerer Baumwollstoff? :/ Leder habe ich noch nicht und dies auch noch nie verarbeitet.


    Kennt jemand von euch eine gute Internetseite oder ein Video dazu, wo das genauer daraus hervorgeht beim lesen oder schauen? Oder hat einer von euch so etwas schon mal gebunden und kann mir näheres zu dieser besonderen Buchform erzählen? Mir geht es dabei speziell um das Binden und nicht um die Hintergrundinformationen, wer dies Buch wo und wann getragen und genutzt hat. Das habe ich schon gelesen.


    Mich reizt das schon sehr, sowas später zu binden. Es ist ja auch ein absoluter Hingucker, denke ich mir.