Beiträge von Papierfrau

    Hallo Graupappe-l-n,

    vielen Dank für Deine Rückmeldung! Es freut mich wenn ich Dich inspirieren konnte! Die runde Variante habe ich noch nicht gemacht. Ich glaube die ist auch viel schwieriger herzustellen. Aber einen Versuch werde ich trotzdem wagen.... irgendwann ...

    Viel Spaß weiterhin!

    Gruß Papierfrau

    Hallo Theo,

    das Problem mit den Falten im Falz ist sehr ärgerlich, weil es ja auch ausgerechnet beim letzten Arbeitsschritt geschieht! Über die Ursache kann ich nur rätseln, da Du schreibst, dass Dir das erst in letzter Zeit immer wieder passiert. Das heißt früher war das nicht so?


    Also Verdacht Nr. 1: die Falzbreite ist zu gering.

    Versuche mal ein Stück Pappe - ca. 1,0 mm dick und in Buchblockgröße - vor dem Befestigen der Schnüre mit ein zu legen. Damit würde sich der Falz automatisch verbreitern. Die Vorderkante der Deckel musst dann wahrscheinlich nachkontrollieren. Vor dem Anpappen die Pappe wieder entfernen.

    Verdacht Nr.2: das offene Ankleben des Spiegels so ganz ohne Druck verringert die Haftung nicht nur auf dem Deckelrand am Falz und...

    Verdacht Nr.3: die Klebung im Falz ist zu schwach.

    Ich würde erst nur im Falz ankleben, mit den Fingern gut einreiben und ca. eine halbe Stunde beschwert offen trocknen lassen und dann prüfen wie es sich beim Zuklappen verhält. Das geht natürlich nur, wenn Du ein Papier hast welches sich bei Feuchtigkeit kaum wellt. Andernfalls würde ich beim Anpappen erst den Falz ,wie oben, bearbeiten und dann erst den Rest ankleben - beschwert ca. eine Stunde offen trocknen lassen und dann zugeklappt beschwert durchtrocknen lassen.

    Verdacht Nr. 4: durch den fehlenden Ausgleich der sich abzeichnenden Ledereinschläge entsteht eine Art Freiraum im Falz zwischen den Einschlägen oben und unten. Vieleicht solltest Du in die Deckel vor dem Anpappen einen Ausgleich einkleben, damit die Innenseite schön glatt ist.


    Naja, wie gesagt: alles nur meine Vermutungen.

    Eventuell / hoffentlich gibt es ja jemanden unter unseren zahlreichen Usern, der sich in Sachen Franzband-Technik bestens auskennt und weiß wo da "der Hund wirklich begraben liegt" !?


    Lieben Gruß von der zwangspausierenden

    Papierfrau

    Die Bänder sind beide goldgemustert, aber eine Seite ist grün, die andere rot. Ja, am Ende hört man das Klacken der Magnete... die sind bei dem Prototyp fast etwas zu stark - man ist da so überrascht, dass einem fast die Schachtel aus der Hand fällt ;-)


    Gruß Papierfrau

    100 Jahre später ! Am 18. Febr. 2014 schrieb ich:

    Ich hab's schon wieder getan :-). Ich zeige Euch eine Schachtel die man um sich selbst drehen kann. Es gibt so etwas als Brillenetui aber das ist rund und rund, das wollte ich mir (noch) nicht antun. Die Schachtel hat unsichtbare Magnete und braucht deshalb keinen Verschluss.Inzwischen habe ich auch endlich begriffen, warum bei mir Magnete, sobald sie verklebt sind keine Wirkung mehr haben.
    Als Video wäre das jetzt zwar anschaulicher, aber Video kann ich nicht.
    Viel Spaß beim ... ähm.... Nachbauen!?
    Gruß Papierfrau

    ... hier nun das Video dazu! Jaaa ich habe es geschafft und darf Euch nun mein allererstes Video vorstellen:


    Hallo Seitenschneider,

    ja, Du hast mich richtig verstanden. Wenn Du zwischen Magnet und Gegenstück trockenes Leinen und/oder Papier legst ist die Zugkraft da. Sobald Du angeschmiertes Leinen/Papier direkt über den Magnet klebst verabschiedet sich die Zugkraft wesentlich. So sind meine Erfahrungen. Ob das bei dem AD 94/5B auch so ist weiß ich allerdings nicht, denn den verwende ich nicht. Da bin ich auch gespannt auf deine Versuchsergebnisse.


    Gruß Papierfrau

    Guten Morgen Seitenschneider,

    den besagten zweiten Absatz aus meinem Beitrag #8 vom 4. Juli stelle ich Dir hier nochmal als Zitat ein:

    Mit einer Papierschicht versehen, die nicht geklebt ist, sondern nur aufliegt, habe ich auch das unsichtbare Überziehen geschafft Abivi. Also bloß keinen BuBi-Leim auf den Magneten bringen. Zur Not kann man das Papier auch mit etwas Spucke Feuchtigkeit fixieren, damit es an Ort und Stelle bleibt bis man den Überzug drüber hat.

    Vermutlich hast Du ihn überscrollt (oder wie man das nennt) :-)

    Gruß Papierfrau

    Buntpapier,

    das Eigenleben der einzelnen metallbestäubten Blätter kann ich mir lebhaft vorstellen. Den Metallstaub müsste man so an die Blattkante binden wie den Leim beim Klebebinden, aber der Staub haftet überall dort, wo er nicht haften soll und wandert wahrscheinlich schon während der Verarbeitung überall dort hin, wo er nicht hingehört. Es sei denn man bindet ihn vorher.....oh ja, schöne Denksportaufgabe! Mit was bindet man Metallstaub so dass er auch nie rostet.... *grübel*

    @ Seitenschneider,

    Hilfe! Stop !!!

    Mein Text: "... ich hab das mal mit Kapa -Karton gemacht..." ist in der Vergangenheit geschrieben und beschreibt, wie man lesen kann, einen Vorgang, bei dem ich einen dicken Magneten unsichtbar in diesem Karton verstecken musste - ohne Zugkraftverlust .... und nicht wie ich Magnete unsichtbar und ohne Zugkraftverlust unter das Überzugsmaterial bringe!

    Mit welchem Trick ich bei letzterem die Abschwächung der Magnetkraft verhindere schrieb ich im nächsten Absatz.

    Hallo Seitenschneider,

    ja, den Leim kenne ich, aber ich brauch ihn nicht. Er ist außerdem alles andere als lösungsmittelfrei und stinkt duftet auch entsprechend :-)

    Es geht aber um den Verlust der Zugkraft wie Du geschrieben hast:


    Was mich bisher eher gestört hat ist der doch spürbare Zugkraftverlust, den man durch das Kaschieren des Magneten und des Gegenpols in Kauf nehmen mußte

    Wie ich das für mich gelöst habe, habe ich eben schon beschrieben.

    fido,

    die Kartonschichten -Lösung ist super. Ich hab das mal mit Kapa-Karton gemacht und dabei die mittlere Schicht für den Magneten passend raus geschabt. Die Befestigung des Magneten (ein dickerer) gestaltete sich schwierig, weil die Mittelschicht halt bröselte ohne Ende und der Magnet voll damit war. Ich hab ihn dann mit dünnem Papier umwickelt. Deine Lösung wäre besser und weniger aufwändig gewesen.


    Mit einer Papierschicht versehen, die nicht geklebt ist, sondern nur aufliegt, habe ich auch das unsichtbare Überziehen geschafft Abivi. Also bloß keinen BuBi-Leim auf den Magneten bringen. Zur Not kann man das Papier auch mit etwas Spucke Feuchtigkeit fixieren, damit es an Ort und Stelle bleibt bis man den Überzug drüber hat.

    Mein Problem war nicht das Befestigen der Magnete, sondern das Unsichtbarmachen. Mir gefällt es einfach nicht, wenn man diese glänzenden Scheiben so sieht. Ich habe sie unter dem Überzugsmaterial plaziert und prompt war die Magnetkraft nur noch 20%. Inzwischen habe ich die Ursache herausgefunden und weiß sie zu umgehen.... trotzdem sind wir keine Freunde.. der Magnet und ich :|

    Hallo Rainer,

    also ich hab noch nie mit einem Beschneidhobel gearbeitet. In dem Video von Schmedt fällt mir aber auf, dass der Hobel ziemlich hin und her wackelt und von daher kann ich mir gut vorstellen, dass der Schnitt dann auch entsprechend aussieht. Leider sieht man den fertigen Schnitt auf dem Video nicht so genau. Meiner Ansicht nach fehlt da eine Art Führungsschiene für den Hobel... kann man sich aber sicher leicht selbst hinmachen.

    Der Tischschneidhobel von S. Boßlet scheint stabiler zu sein -- vorausgesetzt der Buchblock läßt sich da einpressen. Sieht man auch nicht so genau auf dem Foto.

    Auf Pinterest gibt's irgendwo einen Link zur Anleitung zum Selberbauen. Kann ich nächste Woche mal schaun ob ich das wiederfinde ( bin grad nicht zu Hause am heimischen PC).

    Gruß Papierfrau

    Hallo Fido,

    vielleicht wird das Hinterkleben von handgehefteten Büchern regional/ traditionell, also je nach Ausbildung oder Erfahrung des Lehrers anders gelehrt. Es gibt ja viele Dinge in der Buchbinderei - und nicht nur dort- die in keinem Lehrbuch stehen sondern vom Meister auf den Lehrling direkt "übertragen" werden. Ich kenne das halt nur so wie oben beschrieben. Schädlich ist eine Hinterklebung mit Gaze bestimmt nicht.

    Dazu würde ich jetzt gerne einen Handwerksmeister befragen.....


    Gruß Papierfrau

    Hallo fido,

    im Großen und Ganzen kann man deine Tipps meiner Meinung nach bestätigen:

    -Das schmale Verkleben der 1. mit der 2. und der vorletzten mit der letzten Lage nennt man " Kleister geben" und gehört zum Heften mit der Hand genauso dazu wie der Faden... also nicht vergessen ;)

    -Pressen der Lagen vor dem Heften ist richtig. Ich mach das meist über Nacht.

    -Leim beim Ableimen gut einreiben ist wichtig. Ich reib den Leim mit dem Daumen ein... es sei denn es ist Heißleim (Knochenleim, bei antiken Büchern), dann mach ich das mit der erhitzen flachen Spitze eines Hammers.

    Nach dem Ableimen den Buchblock mit einem Abstand (3-5mm, je nach Steigung) am Rücken zwischen Bretter setzen und antrocknen lassen. Dann, wenn erwünscht runden, nochmal leimen und wie oben zwischen Bretter setzen und unter Druck über Nacht trocknen lassen.

    -Die Vorsatzart spielt bei dem Problem, welches dein Freund hat eher keine Rolle, glaube ich. Da ist wohl eher das steife/dicke Inhaltspapier schuld.


    Er schreibt, dass er da das "Begazematerial" sieht und das wundert mich. Entweder hat er ein klebegebundenes Buch oder ein maschinengeheftetes, denn bei der Handheftung benützt man, so habe ich es jedenfalls gelernt, keine Gaze sondern Pack- oder Vorsatzpapier zum Hinterkleben.

    Es kann aber auch noch andere Gründe für das Aufplatzen im Rücken geben: der Leim zum Ableimen war zu schwach oder schlichtweg ungeeignet für die Art von Papier, das Papier hatte die falsche Laufrichtung und/oder war, wie gesagt, zu steif.


    Die Rückeneinlage bei Büchern mit geradem Rücken berechne ich nicht und ich mess die auch nicht mit dem Millimeterband.

    Ich stell den Schmalschneider der Pappschere hoch und press die vordere (!) Kante des Buchblocks mit den zwei Deckeln leicht ein und fertig. Wenn der Buchblock etwas Steigung hat gebe ich 1/2 - 1mm dazu.

    Ich habe das zwar nicht so gelernt, aber mein allererster Meisterchef hat das immer so gemacht.

    Die Höhe richtet sich dann nach der der Buchdeckeln.


    So, ich hoffe ich konnte Dir etwas weiter helfen und würde mich freuen, wenn auch andere über ihre Erfahrungen diesbezüglich berichten würden.

    Gruß Papierfrau