Beiträge von Papierfrau

    Hallo Seitenschneider,

    ja, Du hast mich richtig verstanden. Wenn Du zwischen Magnet und Gegenstück trockenes Leinen und/oder Papier legst ist die Zugkraft da. Sobald Du angeschmiertes Leinen/Papier direkt über den Magnet klebst verabschiedet sich die Zugkraft wesentlich. So sind meine Erfahrungen. Ob das bei dem AD 94/5B auch so ist weiß ich allerdings nicht, denn den verwende ich nicht. Da bin ich auch gespannt auf deine Versuchsergebnisse.


    Gruß Papierfrau

    Guten Morgen Seitenschneider,

    den besagten zweiten Absatz aus meinem Beitrag #8 vom 4. Juli stelle ich Dir hier nochmal als Zitat ein:

    Mit einer Papierschicht versehen, die nicht geklebt ist, sondern nur aufliegt, habe ich auch das unsichtbare Überziehen geschafft Seitenschneider. Also bloß keinen BuBi-Leim auf den Magneten bringen. Zur Not kann man das Papier auch mit etwas Spucke Feuchtigkeit fixieren, damit es an Ort und Stelle bleibt bis man den Überzug drüber hat.

    Vermutlich hast Du ihn überscrollt (oder wie man das nennt) :-)

    Gruß Papierfrau

    Buntpapier,

    das Eigenleben der einzelnen metallbestäubten Blätter kann ich mir lebhaft vorstellen. Den Metallstaub müsste man so an die Blattkante binden wie den Leim beim Klebebinden, aber der Staub haftet überall dort, wo er nicht haften soll und wandert wahrscheinlich schon während der Verarbeitung überall dort hin, wo er nicht hingehört. Es sei denn man bindet ihn vorher.....oh ja, schöne Denksportaufgabe! Mit was bindet man Metallstaub so dass er auch nie rostet.... *grübel*

    @ Seitenschneider,

    Hilfe! Stop !!!

    Mein Text: "... ich hab das mal mit Kapa -Karton gemacht..." ist in der Vergangenheit geschrieben und beschreibt, wie man lesen kann, einen Vorgang, bei dem ich einen dicken Magneten unsichtbar in diesem Karton verstecken musste - ohne Zugkraftverlust .... und nicht wie ich Magnete unsichtbar und ohne Zugkraftverlust unter das Überzugsmaterial bringe!

    Mit welchem Trick ich bei letzterem die Abschwächung der Magnetkraft verhindere schrieb ich im nächsten Absatz.

    Hallo Seitenschneider,

    ja, den Leim kenne ich, aber ich brauch ihn nicht. Er ist außerdem alles andere als lösungsmittelfrei und stinkt duftet auch entsprechend :-)

    Es geht aber um den Verlust der Zugkraft wie Du geschrieben hast:


    Was mich bisher eher gestört hat ist der doch spürbare Zugkraftverlust, den man durch das Kaschieren des Magneten und des Gegenpols in Kauf nehmen mußte

    Wie ich das für mich gelöst habe, habe ich eben schon beschrieben.

    fido,

    die Kartonschichten -Lösung ist super. Ich hab das mal mit Kapa-Karton gemacht und dabei die mittlere Schicht für den Magneten passend raus geschabt. Die Befestigung des Magneten (ein dickerer) gestaltete sich schwierig, weil die Mittelschicht halt bröselte ohne Ende und der Magnet voll damit war. Ich hab ihn dann mit dünnem Papier umwickelt. Deine Lösung wäre besser und weniger aufwändig gewesen.


    Mit einer Papierschicht versehen, die nicht geklebt ist, sondern nur aufliegt, habe ich auch das unsichtbare Überziehen geschafft Seitenschneider. Also bloß keinen BuBi-Leim auf den Magneten bringen. Zur Not kann man das Papier auch mit etwas Spucke Feuchtigkeit fixieren, damit es an Ort und Stelle bleibt bis man den Überzug drüber hat.

    Mein Problem war nicht das Befestigen der Magnete, sondern das Unsichtbarmachen. Mir gefällt es einfach nicht, wenn man diese glänzenden Scheiben so sieht. Ich habe sie unter dem Überzugsmaterial plaziert und prompt war die Magnetkraft nur noch 20%. Inzwischen habe ich die Ursache herausgefunden und weiß sie zu umgehen.... trotzdem sind wir keine Freunde.. der Magnet und ich :|

    Hallo Rainer,

    also ich hab noch nie mit einem Beschneidhobel gearbeitet. In dem Video von Schmedt fällt mir aber auf, dass der Hobel ziemlich hin und her wackelt und von daher kann ich mir gut vorstellen, dass der Schnitt dann auch entsprechend aussieht. Leider sieht man den fertigen Schnitt auf dem Video nicht so genau. Meiner Ansicht nach fehlt da eine Art Führungsschiene für den Hobel... kann man sich aber sicher leicht selbst hinmachen.

    Der Tischschneidhobel von S. Boßlet scheint stabiler zu sein -- vorausgesetzt der Buchblock läßt sich da einpressen. Sieht man auch nicht so genau auf dem Foto.

    Auf Pinterest gibt's irgendwo einen Link zur Anleitung zum Selberbauen. Kann ich nächste Woche mal schaun ob ich das wiederfinde ( bin grad nicht zu Hause am heimischen PC).

    Gruß Papierfrau

    Hallo Fido,

    vielleicht wird das Hinterkleben von handgehefteten Büchern regional/ traditionell, also je nach Ausbildung oder Erfahrung des Lehrers anders gelehrt. Es gibt ja viele Dinge in der Buchbinderei - und nicht nur dort- die in keinem Lehrbuch stehen sondern vom Meister auf den Lehrling direkt "übertragen" werden. Ich kenne das halt nur so wie oben beschrieben. Schädlich ist eine Hinterklebung mit Gaze bestimmt nicht.

    Dazu würde ich jetzt gerne einen Handwerksmeister befragen.....


    Gruß Papierfrau

    Hallo fido,

    im Großen und Ganzen kann man deine Tipps meiner Meinung nach bestätigen:

    -Das schmale Verkleben der 1. mit der 2. und der vorletzten mit der letzten Lage nennt man " Kleister geben" und gehört zum Heften mit der Hand genauso dazu wie der Faden... also nicht vergessen ;)

    -Pressen der Lagen vor dem Heften ist richtig. Ich mach das meist über Nacht.

    -Leim beim Ableimen gut einreiben ist wichtig. Ich reib den Leim mit dem Daumen ein... es sei denn es ist Heißleim (Knochenleim, bei antiken Büchern), dann mach ich das mit der erhitzen flachen Spitze eines Hammers.

    Nach dem Ableimen den Buchblock mit einem Abstand (3-5mm, je nach Steigung) am Rücken zwischen Bretter setzen und antrocknen lassen. Dann, wenn erwünscht runden, nochmal leimen und wie oben zwischen Bretter setzen und unter Druck über Nacht trocknen lassen.

    -Die Vorsatzart spielt bei dem Problem, welches dein Freund hat eher keine Rolle, glaube ich. Da ist wohl eher das steife/dicke Inhaltspapier schuld.


    Er schreibt, dass er da das "Begazematerial" sieht und das wundert mich. Entweder hat er ein klebegebundenes Buch oder ein maschinengeheftetes, denn bei der Handheftung benützt man, so habe ich es jedenfalls gelernt, keine Gaze sondern Pack- oder Vorsatzpapier zum Hinterkleben.

    Es kann aber auch noch andere Gründe für das Aufplatzen im Rücken geben: der Leim zum Ableimen war zu schwach oder schlichtweg ungeeignet für die Art von Papier, das Papier hatte die falsche Laufrichtung und/oder war, wie gesagt, zu steif.


    Die Rückeneinlage bei Büchern mit geradem Rücken berechne ich nicht und ich mess die auch nicht mit dem Millimeterband.

    Ich stell den Schmalschneider der Pappschere hoch und press die vordere (!) Kante des Buchblocks mit den zwei Deckeln leicht ein und fertig. Wenn der Buchblock etwas Steigung hat gebe ich 1/2 - 1mm dazu.

    Ich habe das zwar nicht so gelernt, aber mein allererster Meisterchef hat das immer so gemacht.

    Die Höhe richtet sich dann nach der der Buchdeckeln.


    So, ich hoffe ich konnte Dir etwas weiter helfen und würde mich freuen, wenn auch andere über ihre Erfahrungen diesbezüglich berichten würden.

    Gruß Papierfrau

    Hallo Seitenschneider,

    Papyrus musst Du ziemlich gut einweichen damit er weniger spröde ist und sich z.B. um Buchkanten legen lässt. Selbst dann kann es Dir passieren, dass einzelne Fasern hart bleiben und einfach abbrechen. Außerdem ist die Geschichte dann recht feucht und von daher ist es gut, wenn der Leim etwas dicker/klebriger ist... und, je nachdem wie dick bezw. gut gearbeitet das Papyrusblatt ist drückt der Leim auch mal gerne durch. Im Grunde macht das aber nichts, denn zumindest beim dunklen Papyrus sieht man das nachher nicht mehr. Wie das mit hellem ist weiß ich nicht.

    Nicht ohne Grund konnte sich Papyrus in Buchform nicht durchsetzen. Selbst wenn Du das gut durchgeweicht faltest.. sobald er trocken wird ist er wieder hart und bricht. Gerollt oder als Palmblatt-Buch gebunden funktioniert es aber.

    Achja und noch was: man darf da nicht geruchsempfindlich sein: feucht stinkt zumindest der dunkle Papyrus arg nach.. ja .. Kuhstall! Getrocknet verliert sich der Geruch wieder. Ob der Geruch bei dem hellen auch war weiß ich nicht mehr.


    Gruß Papierfrau

    Hallo Rainer,

    setz Dich doch mal mit Frau Karipidis in Verbindung. Die fertigt auch Buntpapiere nach historischen Mustern und hat einen großen Erfahrungsschatz.

    Hier ihre Adresse:

    Tanja Karipidis

    Stettiner Str. 7

    81085 Erlangen

    Tele: (09131) 975 89 39

    Homepage:

    http://www.buntpapier.eu


    Gruß Papierfrau

    Hallo Buntpapier,

    doch, das ist ernst gemeint. Ich habe das als newsletter von der Firma bekommen. Schätze das Papier ist aber nicht so dünn und scharfkantig wie ein Schreib- oder Vorsatzpapier o.ä. auch wenn es gestanzt ist. Ich hätte mir da so eine Stretchrand wie etwa bei Babywindeln vorstellen können. Dazu müsste das Material aber weicher sein. Das kann man schlecht auf dem Foto erkennen. Vermutlich fehlt da die entsprechende Vorrichtung für die Herstellung - oder es gibt diese für so ein Format schlicht und ergreifend (noch) nicht.

    Fraglich ist auch ob sich sowas lohnt.

    Gruß Papierfrau