Beiträge von Papierfrau

    Hallo Blauling,

    leider kenne ich mich da überhaupt nicht aus. Ich lass zwar schon mal das Gewebe durch den Laserdrucker und meistens klappt das auch. Nur manchmal muss ich mit der Fixierung nachhelfen (Spray). Aufgrund des begrenzten Druckerformats kann ich natürlich nur bis DINA4 Größe gehen aber für mich reicht das. Sicherlich haben andere User da mehr Erfahrung.


    Gruß und schöne Feiertage

    Papierfrau

    Ich hab da immer etwas Bedenken bei so hölzernen Kompaktgeschichten. Muss/sollte man da nicht genauestens auf die Raumfeuchte achten damit sich nichts verzieht odre reißt? Wahrscheinlich bin ich da aber 'mobiliarmäßig vorbelastet'.



    Die Heftlade bekommt dein Mann sicherlich hin :-). Mir hat mein Schwiegervater vor ein paar Jahren meine große, alte Galgenlade als "wohnzimmertaugliches Kleingerät" nachgebaut. Sooo toll!


    Gruß Papierfrau

    Hallo Blauling,

    ich selbst nehme ja meist den 25er Heftzwirn, aber bei 13 Bogen und einem dickeren Umsachlag ist wohl der geplante 18/3 passender. So genau wirst Du das erst beim Heften an der Steigung merken. Recht viel Steigung bei einem geraden Rücken ist schwierig.
    Heften würde ich lieber auf 3 Bünde als auf zwei. Wenn das Heftband zu breit erscheint nimm ein schmäleres.

    Für die Deckel reichen wahrscheinlich 2 mm Pappen, für den Rücken würde ich aber schon eher zu Schrenzkarton raten.

    Die Decke zusammenhängen mit Vorsatzpapier ist oki......zum Gegenzug kann ich da nix sagen.. ich mach den nur in Ausnahmefällen. Dein Leimvorschlag ist auch oki, denke ich.

    Gruß Papierfrau

    Ich glaube es gibt da mehrere Möglichkeiten, aber auf alle Fälle brauchst Du eine Grundform. Die kann aus Holz sein oder auch ein Plastikrohr o.ä.

    Für das Format eine Hutschachtel ist Holz - wie buntpapier beschrieben hat - wohl die beste Lösung und auch mit lagenweise Schrenzverklebungen.... und viel Schmirgelei.

    Ich hab kleineres Format auch schon mal mit eingeweichter Graupappe gemacht. Es funktioniert bis zu einer Stärke von ca. 2mm. Alles was dicker ist löst sich schichtweise. Man muss das nasse Zeugs dann gut fixieren (z.B. mit elastische Binde) und alle paar Stunden erneut kontrollieren ob der Druck noch ausreicht.

    Also viel Spaß dabei :-).... zur Not kann man Hutschachteln als Rohling auch kaufen und dann überziehen...


    Gruß Papierfrau

    .. Buntpapier .. das Japanpapier wird aber durch das Umstechen des Kapitals - man kann es ja nicht mehr umwickeln da festgeklebt - ganz schön perforiert. Recht viel Halt kann da nimmer sein. Also zumindest in der Mitte nochmal durch die Lagen stechen wäre net schlecht, mein ich.

    Gruß Papierfrau

    Das, was bei Bodleian Libraries gezeigt wird ist eine eher historische Art des Kapitalbandes. Da ist das Leder eh komplett am Rücken mit dem Buchblock verklebt... ohne Rückeneinlage oder ähnlichem. Der Grundgedanke dafür war vieleicht, dass man beim Herausziehen des Buchs aus dem Regal gerne oben an der Rückenkante anfasst und anzieht... und dabei das Leder ausreißt. Wenn dort das Leder mit dem Kapitalband und das Kapitalband mit dem Buchblock per Naht verbunden ist hält es dieser Beanspruchung länger stand.

    Früher war das Kapitalband auch ein Teil der Heftung.


    Gruß Papierfrau

    Leder... ich kaufe es nur noch bei http://www.feinleder-hoffmann.com. Irgendwann hatte ich es satt mit "Nicht-Buchbinder-Leder" herum zu experimentieren. Für die Restaurierung habe ich oft farbiges Leder gebraucht, welches zum Original passt. Der Kundendienst dort ist wirklich außergewöhnlich gut und wir haben im gemeinsamen Gespräch die beste Wahl gefunden. Selber einfärben kann man Leder natürlich auch und wenn man häufiger damit zu tun hat lohnt sich auch die Anschaffung diverser Materialien.


    Gruß Papierfrau

    .. da gebe ich Theo 100% recht.... Kleister ist der beste Leim für Leder.


    @karinB.

    Du kannst den Einschlag außen auf dem Deckel - so wie auch später innen - mit einen Karton o.ä. ausgleichen oder Du spähnst den Deckelrand vor dem Überziehen entsprechend aus. Dabei spielt natürlich die Dicke des Deckels sowie die des Überzugsmaterials eine Rolle. Einzig das Stück entlang der Rückeneinlage lässt sich weder auf die eine, noch auf die andere Weise verbergen. Ich habe dort.. und nur dort den Stoff etwas ausgefranst...

    Beim Leder musst Du den Streifen gut dünn schärfen, dann ist auch am Rücken so gut wie unsichtbar.


    Gruß Papierfrau

    Achja noch was.... @KarinB.

    wenn Du nur einzeln Buchblöcke heftest brauchst nicht unbedingt eine Lade dafür. Ich klebe dann mit ein ganz klein wenig Leim die Heftbänderstücke direkt außen an die letzte Lage.. im Winkel gerade natürlich... und hefte dann hoch. Die Bänder sitzen natürlich nicht so stramm wie in einer Lade, aber wenn du die leichte Verklebung wieder löst und die Bänder dann stramm ziehst bevor du sie wieder anklebst passt das auch.

    Trotzdem: mit Lade macht das Heften mehr Spaß ;)

    Weja, ich komm ja gar nicht mehr mit hier! :)

    Hallo Karin B.,

    wie Theo schon geschrieben hat, kann man Beutelbücher durchaus auch in Stoff machen.

    Du kannst sowohl (nicht zu) dünnen, als auch dicken Stoff nehmen. Beim Dicken Stoff solltest Du die Einschläge aber ausgleichen.


    Damit überall die Einbanddecke am Rand überzogen ist musst Du als erstes mit einem Stoffstreifen einen der oberen -oder unteren- Deckenränder überziehen. Dann überziehst Du die Einbanddecke mit einem Stoff der in der Höhe 'meterweise' länger ist als die Decke - diesen Überstand dann ganz zum Schluß bearbeiten ( konten oder ähnliches). Die Seitenteile kannst du ganz normal einschlagen und die Einschläge im langen Stück annähen.. oder kleben. Den fehlenden Einschlag in der Höhe auch ganz normal arbeiten. Wenn Du dann den Buchblock anpappst ( =verbindest mit dem Eindband ) hängt selbiges fest im Beutel.


    Ich habe schon viele solcher Bücher gemacht und am Beutelende mit einem Ring versehen. Als Telefonbücher, die von der Decke herab über dem Haustelefon hängen... und so nie gesucht werden müssen - das war aber lange vor der Handyhysterie ;). Vom letzten Buch in der Art.. einem kleinen Notizbuch müsste ich noch irgendwo Fotos haben. Wenn ich's finde zeige ich es...


    .. und Finger.... jaaa: ich hab mich jetzt wochenlang ( wegen Sehnenabriss) mit der blöden medizinischen Schiene und div. Klebepflastern rumgeärgert....nun hat mir mein Mann ein Stück Plastikröhrchen auseinander gesägt und nun kann ich - endlich schmerz- und fast störungsfrei - wieder die rechte Hand einsetzen....